Wetterdienst: Winter war außergewöhnlich trocken und etwas zu mild

Offenbach (dts Nachrichtenagentur) – Der Winter 2016/2017 ist nach Daten des Deutschen Wetterdienst außergewöhnlich trocken, sehr sonnenscheinreich und etwas zu mild ausgefallen. So lag die Temperatur in den Monaten Dezember bis Februar im Durchschnitt mit 0,9 Grad Celsius um 0,7 Grad über der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990, teilte der Wetterdienst am Montag nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen mit. Die tiefste Temperatur wurde demnach am 7. Januar in Reit im Winkl gemessen: Dort sank das Quecksilber auf minus 26,3 Grad Celsius.

Rosenheim und Simbach am Inn waren jeweils mit 21,5 Grad Celsius am 23. Februar die bundesweit wärmsten Stationen. Die Niederschlagsmenge erreichte laut Wetterdienst mit 115 Litern pro Quadratmeter nur 64 Prozent des Solls von 181 Litern pro Quadratmeter. Die größte Tagesmenge wurde am 21. Februar in Ruhpolding-Seehaus im Chiemgau mit Litern pro Quadratmeter gemessen, den insgesamt meisten Niederschlag erhielt der unmittelbare Alpennordrand mit bis zu 380 Litern pro Quadratmeter. Von Thüringen über Franken bis nach Schwaben sowie in der Vorderpfalz kamen dagegen gebietsweise im ganzen Winter weniger als 50 Liter pro Quadratmeter zustande. Mit etwa 210 Sonnenstunden erreichte der Winter 2016/2017 rund 136 Prozent seines Solls von 155 Stunden, teilte der Wetterdienst weiter mit. Damit gehört er zu den sonnenscheinreichsten Wintern seit dem Beginn flächendeckender Messungen im Jahr 1951. Im Süden von Bayern und Baden-Württemberg schien die Sonne am längsten mit teils mehr als 350 Stunden, in Schleswig-Holstein blieb sie dagegen örtlich unter 125 Stunden.

Winterlandschaft, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Winterlandschaft, über dts Nachrichtenagentur