Wetterdienst: Sommer 2014 warm, aber extrem nass

Regen und Wind, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Regen und Wind, über dts Nachrichtenagentur

Offenbach – Der Sommer 2014 war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mit leicht überdurchschnittlichen Temperaturen zwar warm, aber mit zahlreichen schweren Gewittern und heftigen Starkniederschlägen auch ungewöhnlich nass. Die Durchschnittstemperatur des Sommers lag mit 17,2 Grad Celsius um 0,9 Grad über dem Mittel der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990, teilte der DWD nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2.000 Messstationen am Freitag mit. Mit durchschnittlich etwa 272 Litern Niederschlag pro Quadratmeter habe der Sommer zudem sein Soll von 239 Litern pro Quadratmeter um 13 Prozent übertroffen.

Der Sommer begann den Angaben zufolge mit sehr kühlen Nächten: Im Erzgebirge sei das Quecksilber Anfang Juni noch bis zum Gefrierpunkt gesunken. Bereits eine Woche später habe jedoch eine ausgeprägte Hitzewelle für ungewöhnlich hohe Temperaturen gesorgt, die am Pfingstmontag, dem 9. Juni, fast überall in Deutschland ihren Höhepunkt erreichte. Der höchste Wert des Sommers wurde in Baden-Württemberg gemessen und betrug 37,7 Grad Celsius. Im Juli zog sich der Hochsommer mehr in den Norden und Osten Deutschlands zurück, der August fiel insgesamt etwas zu kühl aus. Im Juni war es verbreitet deutlich zu trocken, im Juli herrschte oft große Schwüle mit nahezu tropischen Verhältnissen. Viele Unwetterwarnungen mussten herausgegeben werden, denn umfangreiche Regengebiete oder sehr langsam ziehende Gewitter brachten teilweise außergewöhnliche Wassermassen. Am 10. August richtete sogar ein Tornado im hessischen Bad Schwalbach im Taunus erhebliche Schäden an.

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