Weißes Haus kritisiert geplante russische Bomber-Patrouillen vor US-Küste

Washington – Das Weiße Haus hat gelassen, aber auch mit deutlicher Kritik auf Moskauer Ankündigungen reagiert, künftig Langstreckenbomber auf Patrouillenflüge bis in den Golf von Mexiko und damit vor die Küste der USA fliegen zu lassen. „Wir sehen nicht, dass das Sicherheitsumfeld derart provokante und potenziell destabilisierende Aktivitäten rechtfertigt“, sagte ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, der US-Präsident Barack Obama berät, auf Anfrage der „Welt“. Den USA seien „in den letzten Monaten ein Anstieg dieser Flüge in der Nähe Nordamerikas aufgefallen“, sagte der Sprecher.

Man anerkenne die Notwendigkeit von routinemäßigen militärischen Ausbildungsaktivitäten. Allerdings müssten derartige Einsätze im Einklang mit internationalem Recht und mit den Rechten anderer Nationen sowie der Sicherheit anderer Flugzeuge und Schiffe durchgeführt werden. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schogui hatte am Mittwoch erklärt, „unter den aktuellen Umständen“ müsse Moskau seine „Militärpräsenz im westlichen Atlantik und im östlichen Pazifik, den Gewässern der Karibik und im Golf von Mexiko sicherstellen“. An den Golf von Mexiko grenzen die US-Südstaaten Florida, Alabama, Mississippi, Louisiana und Texas. Schoigu will zudem mit Kuba und anderen Ländern über die Einrichtung russischer Militärbasen oder die Erlaubnis der Nutzung nationaler Häfen für russische Kriegsschiffe sprechen.

Über dts Nachrichtenagentur

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