Wasserwacht informiert mit Tipps zum Baden

Schwaben + 12.07.2013 + 13-1256

26-05-2013 ostallgäu buchloe brk wasserwacht ausbildung fliessgewässerrettung bringezu new-facts-eu20130527 0003

Der Sommer ist da – und viele Familien fahren ans Wasser. Ertrinken ist bei Kindern aber die zweithäufigste Todesursache. Deshalb gibt die DRK-Wasserwacht praktische Tipps, wie beim Badeurlaub alle gesund und munter bleiben.

Schwimmen lernen

Immer weniger Kinder können richtig schwimmen, weil Schwimmbäder schließen und an den Schulen zu wenig Schwimmunterricht gegeben wird. Das ist für die DRK-Wasserwacht das größte Problem. Andreas Paatz, stellvertretender Bundesleiter der Wasserwacht, sagt: „Wenn ein neun- bis zehnjähriges Kind nicht sicher schwimmen kann – also auf dem Niveau des Jugendschwimmabzeichens, spätestens dann sollten Eltern aktiv werden und selbst mit dem Kind üben oder besser einen Schwimmkurs besuchen.“ Günstige Kurse bietet die Wasserwacht in vielen Städten an. Eine Wasserwacht-Gruppe findet man hier.

Aufsicht, Aufsicht, Aufsicht

Paatz: „Eltern dürfen am Wasser spielende Kinder, die nicht sicher schwimmen können, keinen Augenblick aus den Augen lassen.“ Das gilt auch, wenn das Gewässer durch Wasserretter abgesichert ist. Denn Wasser zieht Kinder magisch an – und nur ein Moment der Achtlosigkeit kann fatale Folgen haben. Paatz: „Ein Kind, das nicht schwimmen kann, geht im Wasser unter wie ein Stein. Auch Schwimmflügel und andere Schwimmhilfen sind keine Rundumsorglos-Lösung. Sie helfen beim Schwimmenlernen, schützen aber nicht zuverlässig vor dem Ertrinken“. Eltern sollten sich bei der Aufsicht abwechseln, um selbst auch entspannen zu können. Für Bootstouren sind ohnmachtssichere Rettungswesten Pflicht.

Baderegeln für die Größeren

Paatz: „Ein Trugschluss wäre zu glauben, dass das Seepferdchen oder Jugendschwimmabzeichen in Bronze Kinder zuverlässig vor dem Ertrinken schützen. Das tut es nicht.“ Wichtig ist, den Kindern Regeln für den Spaß im und am Wasser zu geben. Dazu gehört: Andere nicht schubsen, sie untertauchen oder auf sie springen. Nicht durch Wasserpflanzen, in der Nähe von fahrenden Booten, an Brücken, Buhnen oder technischen Anlagen schwimmen. Nicht ins Ungewisse springen, also z.B. nicht von Brücken oder Felsen in trübe Gewässer. Nicht mit vollem Bauch, unter Alkoholeinfluss oder ohne Abkühlung ins Wasser. Und: Längere Strecken immer mit anderen schwimmen, nie allein.
Die DRK-Wasserwacht leistet mit 75.000 ehrenamtlichen Einsatzkräften rund 50 Prozent aller Wasserrettungseinsätze in Deutschland und rettet dabei jährlich über 250 Menschen vor dem Ertrinken.

Foto: BRK Wasserwacht Buchloe

 

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