Warnung vor betrügerischen Wohnungsvermittlern

Lkrs. Neu-Ulm/Lkrs. Günzburg | 29.09.2011 | 11-1079

Polizei-Bayern-Wappen2Der Beginn des Wintersemesters an den Hochschulen naht – gleichzeitig steigen die Zahlen eines Kriminalitätsphänomens, von dem hauptsächlich junge Studenten betroffen sind. Die jungen Leute fallen auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum Betrügern zum Opfer. Die Masche:  In Zeitungsinseraten oder entsprechenden Internetbörsen werden Studentenwohnungen oder Zimmer in Wohngemeinschaften, sog. WGs, angeboten. Oftmals zu sehr günstigen Konditionen. Die Anbieter treten sehr unterschiedlich auf. Teilweise kommt ein persönlicher Kontakt zustande, teilweise werden sogar Wohnungen vorgezeigt, größtenteils jedoch erfolgt jegliche Kommunikation telefonisch, per Post oder Internet. Die Wohnungen und WGs werden teils mit gestellten Fotos und allen denkbaren Legenden beschrieben. Letztlich läuft es immer darauf hinaus, dass der Betrüger eine Anzahlung, eine Kaution oder sonst einen Geldbetrag verlangt, ohne dass er tatsächlich über die Wohnung oder das WG-Zimmer verfügen kann. Den jungen Leuten entstehen Schäden, die in den vierstelligen Bereich reichen. Die Ermittlung der Täter gestaltet sich aufgrund ihrer geschickten Tarnung oftmals sehr schwierig.

Tipp Ihrer Polizei:  Leisten Sie niemals Vorauszahlungen, Kautionen oder andere Zahlungen, ohne sich zu vergewissern, dass es die Wohnung/das Zimmer tatsächlich gibt und dass der Anbieter auch wirklich die Verfügungsgewalt über die Wohngelegenheit hat. Ein Mietverhältnis sollte niemals eingegangen werden, ohne das Mietobjekt gesehen zu haben. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, seriöse Anbieter haben kein Problem, ihre Identität nachzuweisen, Fragen Sie im Zweifel nach einem Ausweis und notieren Sie die Personalien. Auch für diese Geschäfte gilt: höchste Vorsicht bei den scheinbar günstigsten Angeboten.

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