Wanka bietet Athen Ausweitung deutsch-griechischer Jugendprojekte an

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Berlin – Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat der neuen Regierung in Athen angeboten, deutsch-griechische Jugendprojekte auszuweiten. „Meine Hand ist ausgestreckt“, sagte Wanka in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). Nach einem guten Start wolle sie erfolgreich laufende Programme fortsetzen.

Das Problem sei, dass seit den Neuwahlen in Griechenland vor knapp zwei Monaten die neuen Ansprechpartner in Forschung und Berufsbildung noch nicht bekannt seien. „Die Abstimmung weiterer konkreter Schritte für die Zusammenarbeit steht deshalb aus“, bedauerte Wanka. In Athen ist nach ihren Worten 2013 ein neues Berufsbildungsgesetz verabschiedet worden, das den Reformwillen der Griechen eindrucksvoll unterstreiche. Die Bundesregierung unterstütze dies und wolle die Zukunftschancen junger Griechen sichern. Angesichts einer Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland von über 50 Prozent hat das Bildungsministerium im September 2013 deutsch-griechische Pilotprojekte unter anderem im Tourismusbereich gestartet. So hätten im Berufsschuljahr 2014/2015 in Athen und auf Kreta duale Ausbildungsgänge begonnen, sagte Wanka. Seit Oktober 2013 werde die deutsch-griechischen Auslandshandelskammer bei der Ausbildung von Kfz-Mechatronikern oder Industriekaufleuten unterstützt. Zehn Millionen Euro fließen laut Wanka in 20 gemeinsame Projekte in der Gesundheits- und Energieforschung sowie der Informations- und Kommunikationstechnologien.

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