Wanka: Biermann hat bei Angriff auf Linkspartei noch untertrieben

Johanna Wanka, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Johanna Wanka, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Nach Auffassung von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat der Liedermacher Wolf Biermann bei seinem scharfen Angriff auf die Linkspartei noch untertrieben: „Ich habe spontan geklatscht, als Biermann das gesagt hat. Es ist aber leider anders und schlimmer“, sagte Wanka der „Welt am Sonntag“. „25 Jahre nach der friedlichen Revolution können die SED-Nachfolger wieder ein ganzes Bundesland führen. Die Linkspartei ist mehr als der elende Rest der DDR-Staatspartei“, so die Bildungsministerin.

„Sie ist nicht geschlagen. Ich finde das traurig.“ Der seinerzeit aus der DDR ausgebürgerte Biermann hatte im Bundestag bei der Feierstunde zu 25 Jahren Mauerfall gesagt, die Linkspartei sei „der elende Rest dessen, was zum Glück überwunden ist“. Rot-Rot-Grün in Thüringen sei „überhaupt nicht normal und für mich auch nicht akzeptabel“, bekräftigte die in der DDR aufgewachsene Ministerin. Dass der mögliche Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) aus dem Westen stammt, ließ Wanka nicht als Argument gelten. Ramelow habe sich „bewusst der Nachfolgeorganisation der Täterpartei SED angeschlossen und diese damit am Leben gehalten“.

Über dts Nachrichtenagentur

Anzeige