Wanka betont Bedeutung des Bundes als wissenschaftspolitischer Gestalter

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Berlin – Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, hat die Bedeutung des Bundes als wissenschaftspolitischer Gestalter betont. Dies gelte jedoch nicht erst nach der vorgesehenen Aufhebung des Kooperationsverbots: Auch in der Vergangenheit seien viele Initiativen vom Bund ausgegangen, so Wanka bei der „Zeit“-Konferenz „Hochschule & Bildung“. Die Bildungsministerin warnte gleichzeitig davor, zu glauben, dass der Bund nach Aufhebung des Kooperationsverbots seine Investitionen in die Hochschulen noch weiter steigern werde.

Sie machte deutlich, dass es auch für sie nach Jahren stetiger Steigerungen im Wissenschaftsetat nicht mehr einfach sei, weitere Mittel für Hochschulen geltend zu machen. Der Bund sei eben nicht in erster Linie verantwortlich für die Hochschulen, dies sei nach wie vor Ländersache. „Bund und Länder müssen die wissenschaftlichen Bedingungen gemeinsam gestalten“, so Wanka. Sie lobte das Niveau der deutschen Hochschullandschaft. Ein internationaler Vergleich müsse immer ausgehend vom deutschen System geschehen. Es sei ungerecht, dass einzelne Universitäten mit „Superinstitutionen“ wie Harvard verglichen würden: „In Deutschland haben wir eine super Teamleistung.“ Um im internationalen Vergleich zu bestehen, bräuchten Hochschulen jedoch mehr Freiräume. Man müsse auch über Stärken und Profile der einzelnen Institutionen nachdenken und diese schärfen.

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