Vorahnung der Mutter rettete Feridun Zaimoglu das Leben

Feridun Zaimoglu, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Feridun Zaimoglu, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der Schriftsteller Feridun Zaimoglu hat einen Busunfall nur durch die Vorahnung seiner Mutter überlebt. Bei einer gemeinsamen Busreise hatten die beiden Sitzplätze im hinteren Busteil erworben: „Aber Mutter hatte ein schlechtes Gefühl, sie hatte in den Nächten vor unserer Rückreise sehr schlecht geträumt und hatte böse Vorahnungen“, so Zaimoglu im aktuellen „Zeit Magazin“. Kurz vor Abfahrt tauschten sie deshalb ihre Fahrkarten in Plätze im mittleren Busteil um.

An den darauf folgenden Unfall erinnert er sich noch genau: „Ich sehe meine Mutter in den Gang fliegen, dann kippt der Bus auf die Seite, Feuer, Funkenregen, Todesschreie.“ Durch die Fenster konnten sich beide nach draußen retten und überlebten den Unfall nur knapp: „Als wir wieder im Ferienhaus waren, erfuhren wir, dass die Menschen, die auf unseren ursprünglichen Plätzen saßen, gestorben waren“, sagte Zaimoglu. Seine Erfahrungen verarbeitete er in seinem Buch „Liebesbrand“: „Hätte ich mich nicht in diesen Liebesroman gestürzt, wäre ich zugrunde gegangen an der Frage, wieso die beiden, die auf unseren Sitzen saßen, gestorben sind.“

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