Von der Leyen verteidigt Beratereinsatz im Ministerium

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sieht den umstrittenen Einsatz externer Berater in ihrem Ministerium als gerechtfertigt an. „Wir haben mit der Bundeswehr und ihren 250.000 Beschäftigten eine Riesenorganisation, die sich derzeit in großem Maßstab modernisiert und digitalisiert. Eine neue IT-Architektur kann keine Institution der Größe und Komplexität der Bundeswehr aus eigener Kraft aufbauen“, sagte von der Leyen dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Dienstagausgaben).

„Dafür brauchen wir auch externe Hilfe.“ Auch habe die Arbeit trotz Vergabeverstößen nicht gelitten. „Wir haben intensiv untersucht, ob die Arbeit in den Projekten davon negativ beeinflusst war und haben dazu nichts feststellen können“, so von der Leyen. „Wer anderes behaupten möchte, muss es beweisen.“ Im Fall der zuletzt von Ausfällen betroffenen Flugbereitschaft kündigte die CDU-Politikerin zusätzliche Flugzeuge für die Truppe an. „Wir prüfen jetzt den Kauf von ein bis zwei weiteren für die lange Strecke. Außerdem stellen wir zusätzliche Crews auf. Bei sehr wichtigen Flügen soll künftig immer ein Ersatzflugzeug und eine vollständige Ersatzcrew bereit stehen“, sagte von der Leyen. „Dass die Kanzlerin einen internationalen Gipfel wie den in Buenos Aires nicht erreicht, darf nicht noch einmal geschehen.“

Ursula von der Leyen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Ursula von der Leyen, über dts Nachrichtenagentur