Volksbund: Einsatz von Kindersoldaten war Verbrechen der Nazis

Berlin – 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat der Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Markus Meckel (SPD) den Einsatz von Kindersoldaten durch die Nazis als ein Verbrechen bezeichnet. „Diese Jugendlichen wurden, meist schlecht ausgebildet, rücksichtslos in den Tod geschickt“, so Meckel gegenüber der „Bild“-Zeitung. Das Schicksal der deutschen Kindersoldaten im Zweiten Weltkrieg will der Volksbund jetzt aufarbeiten: „Über das Schicksal der 15- bis 17-jährigen Jungen, die in den letzten Kriegsmonaten an die Front geschickt wurden, ist kaum etwas bekannt. Wir finden ihre Namen auf den Kriegsgräbern des Volksbundes. Doch es gibt noch Überlebende und die wollen wir finden, um sie berichten zu lassen.“

Der Volksbund engagiert sich in der Aktion „Rote Hand“ gegen den Einsatz von Kindersoldaten. „Auch die jungen Männer damals waren Kindersoldaten im wahrsten Sinne des Wortes. Ihr grausames Schicksal motiviert junge Menschen, sich für den Frieden einzusetzen“, so Meckel weiter.

Über dts Nachrichtenagentur