Vogelgrippe: Bisher ein Fall im Unterallgäu

Foto: Pöppel

Foto: Pöppel

An einem toten Schwan im Unterallgäu wurde das Vogelgrippe-Virus nachgewiesen, das sogenannte Influenza-A-Virus H5N8. Das teilt das Veterinäramt mit. Gefunden wurde der verendete Vogel am Schlingener Baggersee, einem Stausee der Wertach an der Grenze zum Ostallgäu.

„Wir setzen im Unterallgäu alle Maßnahmen konsequent um, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern“, betont Dr. Armin Mareis, Leiter des Unterallgäuer Veterinäramts. Bayernweit gilt inzwischen eine Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel. Dabei müssen die Ställe vor dem Eindringen von Wildvögeln geschützt werden. In Geflügelhaltungen müssen die Hygienemaßnahmen verstärkt werden. Geflügelmärkte und -Ausstellungen sind derzeit verboten.

Mareis weist allerdings darauf hin, dass nicht jeder Geflügelhalter die Stallpflicht von heute auf morgen umsetzen könne. „Auf Antrag und unter zusätzlichen Auflagen kann das Veterinäramt deshalb Ausnahmen genehmigen.“

Gefährdet sind laut Mareis unter den Wildvögeln insbesondere Wasser- und Greifvögel. Werden hier verendete Tiere gefunden, entnimmt das Veterinäramt Proben und lässt diese am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit auf das Virus untersuchen.

Das Landratsamt Unterallgäu hat eine Internetseite zur Vogelgrippe eingerichtet mit vielen weiterführenden Informationen und Links unter www.unterallgaeu.de/vogelgrippe