Vier Künstler – 5.500 Schüler – „Schüler treffen Kunst“ am Kreis-Berufsschulzentrum Biberach

Foto: Landratsamt Biberach

Foto: Landratsamt Biberach

„Schüler treffen Kunst“, so nennt sich die neu gestaltete Broschüre zum Thema integrierte Kunst am Bau am Kreis-Berufsschulzentrum Biberach. Landrat Dr. Heiko Schmid und Walter Rogger von der Werbeagentur Team Rogger Biberach stellten diese am Donnerstag, 15.05.2014, im Beisein des Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Biberach Günther Wall, des Künstlers Hermann Schenkel und der Schulleiter des Kreis-Berufsschulzentrums, Renate Granacher-Buroh (Karl-Arnold-Schule), Hildegard Ostermeyer (Matthias-Erzberger-Schule) und Professor Thomas Ohlhauser (Gebhard-Müller-Schule) vor.

 „Bei den Baumaßnahmen der Gebäude der Gebhard-Müller-Schule und der Erweiterung der Werkstätten der Karl-Arnold-Schule konnte dank der Unterstützung der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) und der Kunststiftung der Kreissparkasse Biberach „pro Arte“ auch der integrierten Kunst am Bau ein gebührender Stellenwert eingeräumt werden“, betont Landrat Dr. Schmid. „Besonders stolz sind wir darauf, dass wir dafür mit Willi Siber, Hermann Schenkel, Prof. Hermann Weber und Prof. Georg Winter vier aus dem Landkreis Biberach stammende Künstler gewinnen konnten. Sie haben die Gebäude zu etwas Besonderem gemacht, was auch die Schülerinnen und Schüler in dieser beeindruckenden Broschüre zum Ausdruck bringen.“

 Kunst am Bau im Schulalltag

In der Broschüre wird auf die vier beteiligten Künstler eingegangen, die alle mit völlig unterschiedlichen Arten von Kunst die Gebäude gestalten. „Die Idee der Broschüre war, die Schüler des Kreis-Berufsschulzentrums bei der Erstellung des Hefts einzubeziehen und aufzuzeigen, wie die Kunst am und im Gebäude heute im Schulalltag wahrgenommen wird“, erklärt Walter Rogger das Projekt. „Es war interessant in den Workshops zu erleben, wie die Jugendlichen auf Kunst treffen, was sie an Erfahrungen und Assoziationen frei machen, wenn ihnen keine Grenzen vorgegeben werden.“ Und Hermann Schenkel ergänzte: „Die Broschüre macht die Kunst im Berufsschulzentrum lebendig und wieder richtig erlebbar.“

 Die Schüler zeigen auf, welche Darstellungsmöglichkeiten die Neoninstallation von Hermann Schenkel bietet. Schenkels Rasterbild im Eingangsbereich interpretieren die Schüler als Sprung ins Neue, den sie auf dem Weg ins Berufsleben wagen. Am Werkstattgebäude der Karl-Arnold-Schule befinden sich die künstlerisch gestalteten Scheiben von Willi Siber. Für die darauf abgedruckten ethischen Begriffe sammelten die Schüler neue Begriffe, welche für sie bedeutend sind. Das Stahlhaus von Hermann Weber im rückwärtigen Gartenbereich der Gebhard-Müller-Schule zeigt sich aus neuen Perspektiven. In der Abenddämmerung, mit der gesamten Schülerschar sowie aus dem Gebäudeinneren. Schließlich noch das Tekton mit entsprechendem Ensemble von Georg Winter. Dort können von den Schülern Bilder oder Filme projiziert werden. Das Tekton unterliegt dadurch einer permanenten Veränderung und bietet den Schülern eine Werkstatt für mediale Kunst.

 Die Broschüre ist im Sekretariat der Gebhard-Müller-Schule und in der Kreisschulverwaltung des Kreis-Berufsschulzentrums erhältlich. Die Schutzgebühr beträgt fünf Euro.

 


 

 Hintergrund

Mit dem Neubau der Gebhard-Müller-Schule und der Erweiterung der Werkstätten der Karl-Arnold-Schule wurden im Jahr 2004 zwei bedeutende Schulbaumaßnahmen im Landkreis fertig gestellt. Die Konzeption beider Baumaßnahmen basierte auf vier Säulen: Moderne Pädagogik, anspruchsvolle Architektur, zukunftsorientierte Energetik, integrierte Kunst am Bau. Für die integrierte Kunst am Bau gewann der Landkreis mit Willi Siber, Hermann Schenkel, Prof. Hermann Weber und Prof. Georg Winter vier aus dem Landkreis Biberach stammende Künstler.


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