Lkr. Oberallgäu – Verkehrspolizei zieht Lastzug mit „erheblichem Gefährdungspotenzial aus dem Verkehr“

Lkr. Oberallgäu / Wildpoldsried | 18.11.2011 | 11-1447

Einen Lastzug mit „erheblichem Gefährdungspotenzial“ stoppten gestern Beamte der Verkehrspolizei Kempten auf der B12 bei Wildpoldsried. Der 40-Tonner aus Lettland fiel den Beamten auf, weil er extrem langsam in Richtung München unterwegs war.
 
Bei einer eingehenden Kontrolle stellten sich gravierende technische Mängel an Lkw und Auflieger heraus.
So wurde von den Lkw-Spezialisten zunächst festgestellt, dass ein Reifen der Zugmaschine so weit abgefahren war, dass kein Profil mehr erkennbar war. Weiterhin zeigte sich, dass zwei Bremsscheiben des Aufliegers, dessen Ladekapazität ausgeschöpft war, derart verschlissen bzw. gebrochen waren, dass sie ohne jegliche Bremswirkung waren. Ein Luftspeicher des Druckluftsystems war undicht, so dass eine Gefahrenbremsung schon alleine deshalb nicht mehr möglich gewesen wäre. Aufgrund der  gravierenden Mängel wäre jedes weitere Bremsmanöver zum „Lotteriespiel“ geworden.
 
Obendrein stellten die Beamten fest, dass die auf dem Lastzug verstaute Ladung unzureichend gesichert war.
 
 Der 44-jährige Fahrer musste sein Gefährt vor Ort abstellen. Um weiterfahren zu dürfen, musste dessen Firma Reparaturkosten in Höhe von circa 7.000 Euro in Kauf nehmen. Zudem hinterlegte der Fahrer bei der Polizei eine hohe dreistellige Sicherheitsleistung.

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