Verfahren gegen Deutsche-Bank-Mitarbeiter eingestellt

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat das Strafverfahren wegen der Libor-Affäre gegen mehrere Mitarbeiter der Deutschen Bank eingestellt. Das berichtet das Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“. Die Bank hatte die Händler angezeigt, weil sie an der Manipulation von wichtigen Referenzzinssätzen wie dem Libor beteiligt gewesen sein sollen.

Die Staatsanwaltschaft hatte daraufhin unter anderem wegen Untreue ermittelt. US-Amerikanische und britische Behörden hatten Bußgelder von insgesamt fast drei Milliarden Dollar gegen die Deutsche Bank verhängt. Die deutschen Strafverfolger sahen keinen Zusammenhang zwischen dem Verhalten der angezeigten Mitarbeiter und den gegen die Bank verhängten Strafen. Die Behörden in den USA und Großbritannien hatten die Höhe der Strafen unter anderem damit begründet, dass die Deutsche Bank nicht wunschgemäß kooperierte. Zwei bankinterne Untersuchungen zur Verantwortung ehemaliger Vorstände sowie des Aufsichtsratsvorsitzenden Paul Achleitner in dieser Sache dauern noch an. Die Prüfung zur Rolle Achleitners soll jedoch kurz vor dem Abschluss stehen.

Deutsche Bank, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Deutsche Bank, über dts Nachrichtenagentur