Verbraucherpreise im August minimal gestiegen

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im August um 0,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Juli 2015 war der Verbraucherpreisindex im August 2015 unverändert. Damit bleibt die Inflationsrate auf niedrigem Niveau, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit.

Die niedrige Inflationsrate im August war maßgeblich auf weiterhin gesunkene Energiepreise (−7,6 Prozent gegenüber August 2014) zurückzuführen. Im Vergleich zu den letzten Monaten hat sich der Rückgang bei den Energiepreisen erneut verstärkt. Der weiterhin fallende Weltmarktpreis für Rohöl wirkte sich vor allem auf die Preisentwicklung bei leichtem Heizöl (−27,6 Prozent) und Kraftstoffen (−9,5 Prozent) aus. Auch die Preise für andere Energieprodukte lagen unter dem Vorjahresniveau. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise wäre die Inflationsrate im August 2015 mit +1,1 Prozent deutlich höher ausgefallen. Die Preise für Nahrungsmittel lagen im August um 0,8 Prozent höher als im August 2014. Teurer als ein Jahr zuvor waren vor allem Gemüse (+9,3 Prozent, darunter Kartoffeln: +22,7 Prozent) und Obst (+6,6 Prozent). Weitere Preiserhöhungen gab es unter anderem bei Fisch und Fischwaren (+2,4 Prozent) sowie Süßwaren (+1,7 Prozent). Hingegen mussten die Verbraucher für Molkereiprodukte (−6,9 Prozent) sowie Speisefette und Speiseöle (−7,0 Prozent, darunter Butter: −12,5 Prozent) gegenüber August 2014 deutlich weniger bezahlen. Die Preise für Waren insgesamt sanken im August im Vergleich zum August 2014 um 0,9 Prozent, insbesondere durch den Preisrückgang der Energie. Zudem verbilligten sich Telefone (−4,2 Prozent) und Geräte der Unterhaltungselektronik (−4,3 Prozent). Demgegenüber verteuerten sich neben Nahrungsmitteln insgesamt einige Waren deutlich, zum Beispiel Zeitungen und Zeitschriften (+6,0 Prozent), Tabakwaren (+5,6 Prozent) sowie Kaffee, Tee, Kakao (+3,7 Prozent).

Zapfsäule an einer Aral-Tankstelle, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Zapfsäule an einer Aral-Tankstelle, über dts Nachrichtenagentur