Verbands-Präsident der Kinder- und Jugendärzte fordert Impfpflicht

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Berlin – Im Kampf gegen Masern setzen sich deutsche Kinderärzte für eine Impfpflicht gegen Masern ein. „Wir fordern eine Impfpflicht für Kita- und Schulkinder“, sagte Doktor Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte der Zeitung „Bild am Sonntag“. Hintergrund dieser Forderung sei der Fall eines vierjährigen Mädchens aus Bad Hersfeld, welches durch eine Maserninfektion schwer erkrankte und in Lebensgefahr schwebt.

„Sobald ein Kind in öffentliche Betreuungseinrichtungen kommt, muss es vor einer Infektion geschützt sein“, so Hartmann. Dazu sollte es idealerweise bis spätestens zum Ende des zweiten Lebensjahres die notwendigen zwei Masern-Impfungen bekommen haben, um gegen das Virus bestmöglich geschützt zu sein. Das sehen auch die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) vor. Auch die Mehrheit der Deutschen ist für einen besseren Impfschutz. So sind laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Emnid 77 Prozent der Deutschen für eine Impfpflicht bei Kindern, nur 17 Prozent dagegen. Besonders oft stimmten die 30- bis 39-jährigen Befragten für eine solche Regelung, von ihnen waren 88 Prozent dafür. Für die Umfrage wurden 504 Personen ab 14 Jahren am 6. November 2014 befragt.

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