US-Autor Lewis wirft Obama Versäumnisse nach der Finanzkrise vor

Barack Obama, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Barack Obama, über dts Nachrichtenagentur

Washington – US-Bestseller-Autor Michael Lewis hat US-Präsident Barack Obama Versäumnisse nach der Finanzkrise vorgeworfen. „Obama hätte der Wall Street nach der Finanzkrise ihre Privilegien nehmen und sie reformieren können“, sagte Lewis in einem Interview des Nachrichtenmagazins „Focus“. Aber er habe seine Prioritäten anders gesetzt.

Der Ex-Banker Lewis hat in seinem jüngsten Buch „Flash Boys“ die Machenschaften von Hochfrequenzhändlern aufgedeckt: Hochfrequenzhändler verschaffen sich an Börsen in den USA und Europa einen Marktvorteil mit schnellen Computern und Datenleitungen und spionieren andere Marktteilnehmer aus, schreibt der „Focus“. „Ich finde es unerträglich, dass ein paar clevere Leute für ihren Profit unser Finanzsystem ausbeuten und gefährden“, sagte Lewis. „Die Hochfrequenzhändler destabilisieren unsere Finanzmärkte. Sie haben sie zu einer nicht einsehbaren Blackbox umgebaut.“ Keiner wisse, was gerade geschehe. „Viele Wall-Street-Insider halten einen Crash für jederzeit möglich“, betonte Lewis. Der Autor begrüßt, dass mittlerweile gegen die Profiteure des Hochfrequenzhandels ermittelt wird: „Das FBI und US-Staatsanwaltschaften ermitteln wegen Marktmanipulation und Insiderhandel auch gegen Verantwortliche in Börsen und Banken.“

Über dts Nachrichtenagentur

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