Untersuchung: Hohe Feinstaubbelastung durch private Holzöfen

Berlin – Private Holzöfen und -kamine haben einer Untersuchung zufolge einen großen Einfluss auf die Feinstaubbelastung in Deutschland. Dies geht laut eines Berichts des „Spiegel“ aus Datensätzen einzelner Bundesländer hervor, die das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau aufgearbeitet hat. Nach den Berechnungen der Experten liegen demnach die Emissionen aller Kleinfeuerungsanlagen teilweise über den Gesamtemissionen aus dem Straßenverkehr.

Sie würden damit im Herbst und Winter maßgeblich zur Überschreitung der Grenzwerte beitragen. In Deutschland werden den Angaben zufolge derzeit über 14 Millionen kleine Öfen und 700.000 Kesselöfen für Wohnanlagen betrieben. Nach den Modellrechnungen des UBA sollen insbesondere Süddeutschland und auch das Rhein-Main-Gebiet vom Staub der Verbrennungsanlagen betroffen sein. Gesetzlich darf der Grenzwert von 50 Mikrogramm an nicht mehr als 35 Tagen pro Jahr überschritten werden. In Stuttgart, Reutlingen, Tübingen, aber auch in Gelsenkirchen und Aachen habe die Zahl der Staubtage im vergangenen Jahr deutlich darüber gelegen. Nach Ansicht von UBA-Präsidentin Maria Krautzberger sollten deshalb in Kommunen mit hoher Feinstaubbelastung nur noch Anlagen betrieben werden dürfen, die den neuesten Emissionsstandards entsprechen.

Über dts Nachrichtenagentur

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