Unterallgäu/Benningen – Eine Leitfigur der Feuerwehr hört auf – Kreisbrandinspektor Leo Krywult geht in den Feuerwehrruhestand

Kreisbrandinspektor Leo Krywult verabschiedet – Landrat und Kreisbrandrat danken für Engagement

Kreisbrandrat Franz Gaum und Landrat Hans-Joachim Weirather haben Leo Krywult aus Benningen als Kreisbrandinspektor verabschiedet. Sein Nachfolger ist Willi Hörberg aus Legau (von links). Foto: Landratsamt

Kreisbrandrat Franz Gaum und Landrat Hans-Joachim Weirather haben Leo Krywult aus Benningen als Kreisbrandinspektor verabschiedet. Sein Nachfolger ist Willi Hörberg aus Legau (von links)
Foto: Landratsamt

Er war eine Leitfigur im Unterallgäu. Einer, für den seine Aufgabe eine Berufung war und der das Feuerwehrwesen im Landkreis Unterallgäu maßgeblich mitgeprägt hat: Mit Worten wie diesen haben Landrat Hans-Joachim Weirather und Kreisbrandrat Franz Gaum nun Kreisbrandinspektor Leo Krywult aus Benningen verabschiedet und ihm für sein unermüdliches Engagement gedankt. Krywult war 29 Jahre lang Kreisbrandinspektor im Bereich West. Mit Erreichen der Altersgrenze scheidet er aus dem aktiven Feuerwehrdienst aus. Sein Nachfolger als Kreisbrandinspektor ist Willi Hörberg aus Legau.

Landrat Weirather blickte in der Feierstunde im Landratsamt in Mindelheim auf die Verdienste von Krywult zurück. Krywult trat 1969 in die Freiwillige Feuerwehr Benningen ein. 1982 wurde er stellvertretender Kommandant in Benningen und Schiedsrichter bei Feuerwehr-Leistungsprüfungen. Seit 1986 bekleidete der Benninger das Amt des Kreisbrandinspektors, seit 1994 war er auch Vertreter des Kreisbrandrats. Darüber hinaus absolvierte Krywult zahlreiche Feuerwehrlehrgänge und erhielt mehrere Auszeichnungen – darunter das Steckkreuz für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen.

Im Unterallgäu gibt es drei Kreisbrandinspektoren, die jeweils für die Bereiche West, Nord und Ost zuständig sind. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die Beratung in Brandschutzfragen, die Unterstützung des Kreisbrandrats sowie das Abhalten von Übungen und Versammlungen. Außerdem entscheiden sie in ihrem Bereich zum Beispiel über Alarmierung, Ausbildung, Ausrüstung, Einsatzplanung und Organisation. Im Katastrophenfall nehmen die Kreisbrandinspektoren die Aufgaben des sogenannten örtlichen Einsatzleiters wahr.

Der Inspektionsbereich West ist mit 49 Feuerwehren der größte der drei Inspektionsbereiche – sowohl in Hinblick auf die Zahl der Feuerwehren als auch flächenmäßig. Schwerpunkte bei den Einsätzen bilden Teile der BAB A7 und A96 sowie die Orte Bad Grönenbach und Ottobeuren. Außerdem unterstützen die Feuerwehren aus dem Bereich Unterallgäu-West ihre Kollegen aus Memmingen bei großen Bränden im Gebiet der kreisfreien Stadt.