Unterallgäu – Seniorenkonzept: Viele Ideen fürs Altwerden in den eigenen vier Wänden

Unterallgäu | 02.12.2011 | 11-1543

Für Senioren im Unterallgäu soll sich viel verbessern. Was genau, dafür gibt es zahlreiche Ideen. Welche das sind, hat Hubert Plepla jetzt den Seniorenbeauftragten der Gemeinden vorgestellt. Bei einem adventlichen Treffen im Landratsamt brachte Plepla die Seniorenbeauftragten auf den neuesten Stand des seniorenpolitischen Gesamtkonzepts des Landkreises. Daran arbeiten nach seinen Worten viele engagierte Bürger mit. „Wir wollen unser Seniorenkonzept praxisnah ausgestalten“, betonte Plepla, der das Konzept koordiniert. Hier seien auch die Seniorenbeauftragten gefragt. Denn: „Es geht auch darum, voneinander zu lernen, also gute Beispiele aus den Gemeinden bekannt zu machen.“

 

Ziel des Seniorenkonzepts ist es, den Landkreis Unterallgäu fit zu machen für die Herausforderungen des demographischen Wandels. Wie Plepla in Erinnerung rief, wird daran gearbeitet, Strukturen und Angebote zu schaffen, die helfen, dass ältere Menschen möglichst lange in ihrer Wohnung bleiben können.
In bislang vier Workshops haben die Teilnehmer Plepla zufolge bereits sieben Projekte vorgeschlagen, die älteren Menschen das Leben daheim erleichtern könnten. So plant zum Beispiel das Kolping Bildungswerk Mindelheim ein Projekt  „Bürger unterstützen Senioren“. Damit alltägliche Dinge wie einkaufen gehen oder eine Glühbirne auswechseln nicht zum Problem werden, soll es ein Netzwerk von Bürgern geben, das ältere Menschen unterstützt. Darüber hinaus gibt es laut Plepla zum Beispiel Pläne, eine Beratung für altersgerechtes Wohnen anzubieten oder eine Handlungsempfehlung für die Gemeinden, offene Mittagstische einzurichten.
Plepla regte die Seniorenbeauftragten an, sich mit Mitgliedern des Gemeinderates einmal auf einen „demografischen Spaziergang“ durch ihre Gemeinde zu begeben, eventuell sogar in Begleitung eines älteren Mitbürgers, der auf eine Gehhilfe angewiesen ist. Dabei merke man schnell, ob beispielsweise genügend Sitzmöglichkeiten oder öffentliche Toiletten im Ort vorhanden sind, ob öffentliche Einrichtungen auch für Senioren gut erreichbar sind und ob es noch „Kommunikationszentren“ gibt.
Caroline-Maria Gsöllpointner von der Fachstelle für Seniorenangelegenheiten im Landratsamt gab den Seniorenbeauftragten einen „Wegweiser“ an die Hand, in dem sie verschiedene Anlaufstellen und Ansprechpartner finden, um vor Ort weiterhelfen zu können. Mit vorweihnachtlichen Geschichten von früher stimmte Wera Müller aus Herretshofen auf die Adventszeit ein.

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