Unterallgäu – Mehr Bäume für den Klimaschutz

Foto: Landratsamt Unterallgäu - Sylvia Rustler

Foto: Landratsamt Unterallgäu – Sylvia Rustler

Baum des Jahres 2014 gepflanzt – Auftakt für landkreisweites Projekt

Mit der Pflanzung einer Trauben-Eiche, dem Baum des Jahres 2014, ist im Mindelheimer Schwesterngarten der Tag des Baumes gefeiert worden. Die Pflanzaktion des Landkreises fand in Zusammenarbeit mit der Stadt Mindelheim und mit Unterstützung der Mindelheimer Grundschule statt. Sie bildete den Auftakt für das landkreisweite Projekt „Mehr Bäume für den Klimaschutz“, im Rahmen dessen überall im Unterallgäu Bäume gepflanzt werden sollen.

Landrat Hans-Joachim Weirather hob die Bedeutung von Bäumen für Natur und Umwelt hervor. „Wir wollen mit der Aktion darauf aufmerksam machen, wie wichtig Bäume sind – für uns Menschen jetzt und für die Zukunft.“ Die Grundschüler brachten sich rege mit ihrem Wissen ein. „Bäume braucht man zum Atmen“, „Bäume machen die Luft sauber“ oder „auf Bäumen leben viele Tiere“ wussten die Kinder. Mindelheims Bürgermeister Dr. Stephan Winter freute sich, dass der Landkreis die Stadt Mindelheim für die Pflanzaktion ausgewählt hat.

Andrea Ruprecht, kommissarische Klimaschutzmanagerin, und Markus Orf, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, stellten den Baum des Jahres 2014 vor. Demzufolge kann die Trauben-Eiche, ein einheimischer Laubbaum, bis zu 40 Metern hoch werden und einen Stammdurchmesser von bis zu zwei Metern erreichen. Der Baum biete vielen Tieren und Vögeln sowie rund 500 Insektenarten einen Lebensraum und trotze dem Klimawandel. Er fühle sich auch in der Stadt wohl und komme mit Veränderungen wie Wärme und Trockenheit gut zurecht.

Die Grundschüler griffen zu Schaufeln, bedeckten die Wurzeln des Baumes mit Erde und Rindenmulch, sangen und zeigten einen Frühlingstanz. Um auch in Zukunft für den Klimaschutz und den Erhalt der Baumvielfalt zu sensibilisieren, will der Landkreis nun jedes Jahr einen Baum pflanzen.

Darüber hinaus sollen durch das Projekt „Mehr Bäume für den Klimaschutz“ auch in anderen Unterallgäuer Gemeinden Bäume gepflanzt werden, wie Andrea Ruprecht sagte. Der Landkreis übernehme die Kosten für die Beschaffung des jeweils ersten Baumes. Gepflanzt werden sollte bevorzugt der Baum des Jahres 2014, die Trauben-Eiche. Aber auch andere einheimische Baumarten oder Obstbäume sind erwünscht. Für Fragen zum Standort, zur Pflanzzeit, Baumart und Baum-Qualität können sich die Gemeinden bei Andrea Ruprecht informieren. Pflanzaktionen können bis 31. Juli ebenfalls bei Andrea Ruprecht, Fachstelle für Klimaschutz, angemeldet werden – entweder telefonisch unter 08261/995-164 oder per E-Mail an andrea.ruprecht@lra.unterallgaeu.de

Viele weitere Informationen gibt es im Internet unter www.unterallgaeu.de/baeume

 


 

Der Tag des Baumes

Der Tag des Baumes wurde erstmals im Jahr 1872 in den USA als „Arbor Day“ ausgerufen. In Deutschland begründete Bundespräsident Theodor Heuss den Gedenktag im Jahr 1952 mit der Pflanzung eines Berg-Ahorns im Bonner Hofgarten. Seitdem werden um den Gedenktag (25. April) bei Pflanzaktionen in ganz Deutschland traditionell Bäume gepflanzt. Seit 25 Jahren wird hierfür jedes Jahr eine andere Baumart zum Baum des Jahres gewählt, dieses Jahr ist es die Trauben-Eiche. Ziel ist es unter anderem insbesondere Kindern und Jugendlichen die große Bedeutung von Bäumen bewusst zu machen.


 

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