Unterallgäu – Herbstdienstversammlung der Kreisbrandinspektion Nord – Feuerwehr ist Ehrenamt

Foto: Feuerwehr

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Am Mittwochabend, 09.11.2016, fand im Bürgerheim Kirchhaslach, Lkrs. Unterallgäu, die alljährliche Herbstdienstversammlung der Feuerwehrkommandanten des Landkreises Unterallgäu – Kreisbrandinspektionsbereich Nord –  statt.

Der zuständige Kreisbrandinspektor (KBI) Nord, Jakob Schlögel, begrüßte die Ehrengästen, darunter der Kirchhaslacher Bürgermeister Franz Grauer, Hubert Stolp vom zuständigen Sachgebiet aus dem Landratsamt in Mindelheim und Kreisbandrat Alexander Möbus. Ebenso unter den Gästen befanden sich Wolfgang Heimpel (KBI Ost), Willi Hörberg (KBI West) und aus Memmingen Stadtbrandrat (SBR) Raphael Niggl und Stadtbrandinspektor (SBI) Wolfgang Bauer.

Im Anschluss an die Begrüßung folgte eine Schweigeminute zum Gedenken am die im vergangenen Jahr verstorbenen Feuerwehrkameradinnen und Kameraden.

Foto: Pöppel

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Kreisbrandinspektor Schlögel zog Bilanz für das vergangene Feuerwehrjahr (01.10.2015 – 30.09.2016). 413 Alarmierungen für die Feuerwehren im Unterallgäuer Feuerwehrbereich Nord. Im Vorjahr waren es 370 Einsätze. Davon waren 67 Brandeinsätze, davon acht Großbrände, 191 Einsätze des Technischen Hilfeleistung, 13 Sicherheitswachen, 109 sonstige Tätigkeiten und 33 Fehlalarmierungen. Im Bereich der Technischen Hilfeleistung waren 54 Verkehrsunfälle, 38 Hochwassereinsätze, 21 Unwettereinsätze und 18 Sturmeinsätze. Immer häufiger müssen die Feuerwehren zu Unwetter-, Sturm- und Hochwassereinsätzen ausrücken, wie z.B. am 31.05.2016 im

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Bereich Klosterbeuren Winterrieden.

Schlögel bedankte sich bei den Arbeitgebern der Feuerwehrfrauen und -männer. Sie stellen die Einsatzkräfte für den Einsatz bei der Feuerwehr frei. Sie sind zwar laut Gesetz dazu verpflichtet, es ist aber immer besser, wenn es gut läuft und keine Probleme gibt. Gerade tagsüber wird es bekanntlich immer schwieriger die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehren  herzustellen.

Um diese Einsätze und die gestellten Aufgaben zu bewältigen, stehen dem Unterallgäuer Inspektionsbereich Nord 45 Feuerwehren mit 1.759 ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden (davon 50 Frauen) zur Verfügung. Dazu kommen elf Jugendfeuerwehren aus Babenhausen, Breitenbrunn, Boos, Fellheim, Heimertingen, Kettershausen, Kirchhaslach, Klosterbeuren, Oberrieden, Oberschönegg und Pfaffenhausen – 160 Feuerwehranwärter, davon 26 Mädchen.

Im gesamten Unterallgäu finden immer wieder Gemeinschaftsübungen statt. Diese sind so vorgeschrieben um das Funktionieren von Großschadensereignissen zu gemeinsam zu üben und die Zusammenarbeit und den Leistungsstand zu prüfen. Am 06.05.2016 wurde eine solche Gemeinschaftsübung im Gemeindebereich Bedernau durchgeführt. Hier wurde der Brand einer Erdölförderanlage angenommen, mit zahlreichen Verletzten (siehe hier).

Momentan laufen drei Fahrzeugbeschaffungen im Bereich Nord. Die Feuerwehr Heimertingen erhält ein LF20, Bedernau ein MLF und Babenhausen einen neuen Rüstwagen. Zwei neue Feuerwehrhäuser entstehen gerade in den Gemeinden Pless und Könghausen.

DigitalfunkAuch das Thema „Digitalfunk“ war Thema der Herbstdienstversammlung. Rund 1.080 neue digitalfunktaugliche Funkgeräte mussten vom Landkreis und den Gemeinden beschafft werden. Diese mussten durch TTB-Mannschaft des Landkreises in der zeit von Juni bis Oktober registriert und angemeldet werden. Ab 02.01.2017 soll nun der Einsatzstellenfunk (bisher 2-m-Band) auf den digitalen DMO-Modus umgestellt werden. Die Gesamtumstellung, auch der 4-m-Band-Bereich, soll 2017 realisiert werden, wann genau ist derzeit noch offen.

Im Bereich der Ausbildung wurden 187 Einsatzkräfte zu Atemschutzgeräte ausgebildet, bzw. fortgebildet. 20 Ehrenamtliche haben am Brandschutzcontainer unter realistischen Bedingungen geübt, 73 haben den Sprechfunk-Grundlehrgang absolviert, 46 Frauen und Männer haben das Basismodul-Truppmann bestanden. Den Maschinisten haben 15 Kräfte besucht und 35 haben den Feuerwehrführerschein erhalten.

Die Arbeit bei den Freiwilligen Feuerwehren im Unter-, Ost-, Oberallgäu, in Memmingen und vielen anderen Orten wird von ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer geleistet. Sie stehen den Bürgern 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr einsatzbereit zur Verfügung. Sie bilden sich regelmäßig fort und üben gemeinsam. Sie opfern viel Freizeit für das Ehrenamt. Aber sie haben es sich zur Aufgabe gemacht für den Nächsten in Not da zu sein und zu helfen – dafür herzlichen Dank!

 


In eigener Sache – die Redaktion!

Wir wollen auch im nächsten Jahr das Ehrenamt bei ihren Einsätzen, Übungen, Ausbildungen begleiten. Wir halten es für wichtig, dass es Foto und Filmmaterial von Einsätzen und Ausbildungen gibt. So schmerzvoll es auch für Angehörige und Betroffene ist, umso wichtiger ist es für das Ehrenamt. Man muss sehen, was im Ehrenamt geleistet wird und mit welchen Situationen die Einsatzkräfte umgehen müssen. Meldet Euch wenn Ihre eine Übung vorbereitet, wenn Ihr ein Thema behandelt, dass auch für andere interessant sein könnte – einfach eine eMail an: redaktion@new-facts.eu und wenn es mal schnell gehen muss unter Mobil 0173-3054483 – herzlichen Dank!