Unterallgäu – Haushaltsentwurf: Keine Neuverschuldung geplant

Unterallgäu-LogoLandrat Weirather stellt wichtige Eckdaten zum Finanzplan 2015 vor.

Die Umlagekraft des Landkreises Unterallgäu steigt heuer um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit dieser guten Nachricht begann Landrat Hans-Joachim Weirather die Ausführungen zum Haushaltsentwurf 2015 des Landkreises Unterallgäu in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses. Je Einwohner liegt die Umlagekraft laut statistischem Landesamt bei 905,35 Euro und damit bei insgesamt rund 124,5 Millionen Euro. 2014 lag die Umlagekraft noch bei 858,50 Euro je Einwohner.

Der Entwurf sieht ein Haushaltsvolumen von 131,4 Millionen Euro vor. Eine Neuverschuldung ist nicht eingeplant. 113,9 Millionen Euro entfallen auf den Verwaltungshaushalt und 17,5 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt. Der Vermögenshaushalt enthält die Investitionen des Landkreises und ist heuer besonders geprägt von Schulsanierungen und Straßenbaumaßnahmen. Das Volumen bewegt sich auf ähnlich hohem Niveau wie in den Vorjahren. Außer 2014: Da schloss der Vermögenshaushalt mit 23,1 Millionen Euro noch höher, was laut stellvertretender Kreiskämmerin Petra Stein insbesondere am Bau der Technikerschule Mindelheim und der betrieblichen Kinderkrippe lag.

Der Entwurf wird jetzt in weiteren Ausschusssitzungen diskutiert und soll am 13. April dem Kreistag zur Abstimmung vorgelegt werden.

 

Eckdaten des Haushaltsentwurfs:

Größere Einnahmen:

  • Schlüsselzuweisungen: 17,2 Millionen Euro (2014: 16,7 Millionen Euro)
  • Kreisumlage: 58,5 Millionen Euro (bei unverändertem Hebesatz)

Größere Ausgaben:

  • Bezirksumlage: 28,5 Millionen Euro (2014: 26,8 Millionen Euro)
  • Die Personalkosten werden heuer mit 16 Millionen Euro aufgrund der Tariferhöhungen rund eine Million höher ausfallen als im Vorjahr.
  • Krankenhausumlage: 2,3 Millionen Euro (2014: 2,5 Millionen Euro). Diese Umlage zahlen alle Bayerischen Landkreise und der Freistaat Bayern. Das Geld steht allen Krankenhäusern in Bayern für Investitionen zur Verfügung.
  • Kommunalunternehmen Kreiskliniken Unterallgäu: Fehlbetragsabdeckung von 1,3 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und ein Investitionszuschuss im Vermögenshaushalt von 1,2 Millionen Euro.
  • Für die Kreis-Seniorenwohnheime stehen 200.000 Euro im Haushalt, um Ertragsausfälle zu kompensieren, die wegen des Umbaus des Kreis-Seniorenwohnheims St. Martin in Türkheim erwartet werden.

Die Mitglieder des Kreisausschusses nahmen den Entwurf zur Kenntnis.

Zudem genehmigten sie einstimmig überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 145.000 Euro aus dem Jahr 2014 im Bereich Gastschulbeiträge. Das sind Beiträge, die das Unterallgäu für Schüler zahlt, die eine Schule außerhalb des Landkreises besuchen. Die Ausgaben sind laut stellvertretender Kreiskämmerin Petra Stein durch Mehreinnahmen an anderer Stelle gedeckt.