Unterallgäu – Familie will Tochter aus Wohnung des Freundes holen

Lkrs. Unterallgäu + 31.03.2014 + 14-0461

pol iller-24 blau absperr new-facts-euDas Vorhaben einer Familie ihre volljährige Tochter mit Gewalt in den Familienverbund zurückzuführen endete für einen 21-Jährigen in Untersuchungshaft.

Die junge Frau war ohne Einverständnis der Eltern aus dem Elternhaus zu ihrem Freund gezogen. Nachdem diese den neuen Aufenthaltsort erfahren hatten, beschloss die Familie die Erwachsene wieder zurück nach Hause zu holen. Am 24.03.2014 erschienen die 45- und 39-jährigen Eltern in Begleitung ihrer drei Söhne im Alter zwischen 10 und 23 Jahren vor der Wohnung, in der sich die junge Frau mit ihrem Freund vorübergehend aufhielt. Hierbei entwickelte sich ein heftiges Streitgespräch zwischen den Parteien, in dessen Verlauf der 21-jährige Sohn mit einer Gasdruckpistole aus geringer Entfernung mehrere Schüsse auf seine Schwester und deren Freund abgab. Dabei wurden die junge Frau, ihr Freund und dessen Schwester von den Metallgeschossen getroffen und leicht verletzt.


Als Konsequenz flohen die junge Frau und die beiden anderen Leichtverletzten in die Wohnung, woraufhin die andere Partei gewaltsam versuchte in das Gebäude einzudringen. Hierbei gingen mehrere Scheiben zu Bruch. Durch das Eintreffen mehrerer Polizeistreifen konnte eine weitere Eskalation verhindert werden. Die Tatwaffe und ein Messer wurden noch vor Ort aufgefunden und sichergestellt.
Der 21-jährige Schütze wurde festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen dem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete u.a. wegen der gefährlichen Körperverletzung die Untersuchungshaft an.


 

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