Unterallgäu – 21 Feuerwehrmänner bildeten sich in Sachen Einsatzorganisation weiter

Lkrs. Unterallgäu/Türkheim | 19.11.2011 | 11-1457

DSC 0012Die Kreisbrandinspektion des Landkreises Unterallgäu führte vom 16. – 19.11.2011, unter der Führung von Herrn Kreisbrandmeister (KBM) Hans-Peter Schneider, für 21 Kommandanten und Feuerwehrenleute einen Lehrgang zum Thema „Einsatzorganisation“ durch. KBM Schneider und sein Team, Christian Sedlmeir, Jörg Viehweger, Jürgen Schnabel, Jürgen Schnabel, Alexander Deininger, Peter Drexel, Gerhard Scholz (BRK), Andreas Ruepp (Polizeipräsidium Schwaben/Süd-West), Gerhard Sollich (Feuerwehr Memmingen) vermittelten den Teilnehmern in rund 20 Stunden die Arbeit im Führungsstab einer Einsatzleitung. Neben den gesetzlichen Grundlagen wurden den Teilnehmern die Strukturen von Rettungs- und Sanitätsdienst, der Polizei, des Technischen Hilfswerkes u.a., aufgezeigt. Das Arbeiten mit Kartenmaterial, GPS-Koordinaten, UTM-Gitter und die dazu notwendigen taktischen Zeichen zum Führen von Einsatz- und Lagekarten wurde trainiert. Auch das Führen von Einsatztagebüchern, welche die notwendige rechtliche Dokumentation von Einsatzgeschehen und der damit verbundenen Entscheidungen wiedergibt, war ein Unterrichtsschwerpunkt.

Nach den ersten Theorieabenden ging es dann Freitag weiter mit dem praktischen Erstellen von Lageübersichten. In denen das Einsatzgeschehen wie Nachalarmierung von Kräften, Standortwechsel, das Einrichten von Atemschutzsammelstellen und Bereitstellungsflächen übersichtlich eingetragen werden mussten.

Samstag wurde der praktische Teil in zwei Schwerpunkte aufgeteilt. Die Ausbildungsgruppe musste jeweils im Team aus Funksprüchen den Einsatzablauf im sogenannten Einsatztagebuch dokumentieren, eine entsprechende Lagekarte führen und die Entscheidungen des Einsatzleiters und seiner Berater, immer wieder neu in die Lage einfließen lassen.

Am Nachmittag wurde dann das erlernte und vertiefte in einer Einsatzübung im Gelände umgesetzt. Angenommen wurde eine Schadenslage, die von den Kursteilnehmern alles abverlangte. Sie umfasste rund 50 Verletzte, ein Großaufgebot von Feuerwehreinheiten, THW, Rettungsdienst, Betreuungseinheiten, den Einsatz von Rettungshubschraubern und ein Lkw, der Gefahrgut geladen hatte. Durch Einspielungen der Übungsleitung wurden die Kursteilnehmer immer wieder aufs Neue gefordert.

Die Fortbildungsveranstaltung war optimal und professionell aufgestellt. Hochachtung verdient das unermüdliche Arrangement der Ausbilder. Man darf nicht vergessen, es handelt sich bei den Ausbildern und auch bei den Kursteilnehmern um Freiwillige, die ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen und sich immer wieder weiterbilden, um im Ernstfall optimal vorbereitet zu sein.

Foto:  Rizer

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