Unionsfraktion plant schärfere Regeln gegen Cyber-Mobbing

Internet-Nutzerin vor dem Computer, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Internet-Nutzerin vor dem Computer, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs über Internetbewertungsportale plant die Unionsfraktion im Bundestag schärfere Regeln gegen Cyber-Mobbing. Das berichtet der „Spiegel“. Ein Arzt war im Internet mehrmals von einem anonymen Nutzer diffamiert worden, der Betreiber der Seite aber wollte die Daten dieses Nutzers aus Rechtsgründen nicht weitergeben.

„Das geltende Telemediengesetz ist absurd“, sagte der CDU-Abgeordnete Thomas Jarzombek, Obmann im Ausschuss Digitale Agenda. Zwar müssten „kritische Kommentare“ gefahrlos möglich sein, so Jarzombek, doch der Schutz „vor wiederholten, böswilligen Verletzungen von Persönlichkeitsrechten“ sei zu verbessern. Man könnte etwa die Provider verpflichten, bei der dritten Anfrage zu einem Verleumdungsfall die Daten des Kunden preiszugeben.

Über dts Nachrichtenagentur

Anzeige