Unfallkommission nimmt Kreuzung zwischen Lauben und Erkheim unter die Lupe

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Foto: Pöppel

Muss die Kreuzung zwischen Lauben und Erkheim weiter entschärft und zum Beispiel in einen Kreisverkehr umgebaut werden? Diese Frage wird die Unterallgäuer Unfallkommission so bald wie möglich klären. Das sagten Landrat Hans-Joachim Weirather und Walter Pleiner, Tiefbauamtsleiter am Landratsamt, in der Sitzung des Bauausschusses des Unterallgäuer Kreistags. Zudem informierten Weirather und Pleiner über die Sanierung der historischen Eisenbahnbrücke in Illerbeuren: Diese sei noch nicht gestartet, da es noch keine verbindliche Förderzusage für das Projekt gebe.

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Foto: Pöppel

Die Unfallkommission, die aus Vertretern des Landkreises Unterallgäu als Straßenbaulastträger, der Straßenverkehrsbehörde am Landratsamt und der Polizei besteht wird sich laut Pleiner demnächst mit der Verkehrssituation an der Kreuzung der Kreisstraßen MN32 und MN13 auseinandersetzen. Kommt die Kommission zu dem Schluss, dass die Kreuzung umgebaut werden muss, „werden wir das nicht auf die lange Bank schieben, sondern dann greifen wir das auf“, betonte der Landrat.
An der Kreuzung kommt es immer wieder zu Unfällen. Anfang April dieses Jahr kam eine Frau ums Leben. Daraufhin sprachen sich die Gemeinden Lauben, Erkheim und Westerheim für einen Umbau in einen Kreisverkehr aus. Um die Kreuzung sicher zu machen, wurden laut Weirather bereits verschiedene Maßnahmen getroffen. So habe man zusätzlich zu den Stopp-Schildern Sichtschutzzäune aufgestellt, die ein leichtfertiges Einfahren in die andere Straße vermeiden sollen. Außerdem gebe es Pflasterstreifen in der Fahrbahn, so dass Autofahrer auch akustisch auf die Gefahrenstelle hingewiesen werden. Als weitere Maßnahme sei der Umbau in einen Kreisverkehr oder ein Versatz der Straßenäste denkbar, so Tiefbauamtsleiter Pleiner.

Unfall 25.02.2016

Unfall 07.04.2016

Mit der Sanierung der ehemaligen Eisenbahnbrücke in Illerbeuren konnte der Landkreis noch nicht beginnen, informierte Weirather die Mitglieder des Bauausschusses. „Wir haben im Haushalt die Mittel bereitgestellt, um loslegen zu können“, sagte der Landrat. Allerdings gebe es noch keinen Förderbescheid für die Baumaßnahme, die voraussichtlich rund zwei Millionen Euro kosten wird. Er sei zwar zuversichtlich, dass die beantragten Gelder bewilligt werden, es sei jedoch noch nicht klar, wann die definitive Zusage komme und die Arbeiten beginnen können. „Wir tun aber alles dafür, dass es noch dieses Jahr klappt.“ Für die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Brücke aus dem Jahr 1903 hat der Landkreis Fördermittel beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege beantragt. Der Kreis rechnet mit einer Förderung in Höhe von rund 50 Prozent der Kosten.