UN: Seit Jahresbeginn über 1.500 Zivilisten in Afghanistan getötet

Kabul – Im Afghanistan-Konflikt sind in der ersten Jahreshälfte insgesamt 1.564 Zivilisten getötet worden. Dies entspricht einem Bericht der UN-Mission in Afghanistan (Unama) zufolge einem Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 3.289 weitere Menschen seien verletzt worden, ein Anstieg von 28 Prozent.

Vor allem die Zahl der getöteten Kinder sei gestiegen, so eine Unama-Sprecherin. Sie forderte einen besseren Schutz von Zivilisten vor den Auswirkungen der Gefechte. Der Konflikt in Afghanistan habe sich verändert, erklärte der Leiter der UN-Mission, Jan Kubis. Die Kämpfe am Boden hätten sich vor allem in besiedelten Gebieten ausgeweitet. Dies habe „verheerende Auswirkungen“ auf die Zivilbevölkerung. Kubis rief alle Konfliktparteien dazu auf, das Völkerrecht zu respektieren und von Angriffen auf Zivilisten abzusehen.

Über dts Nachrichtenagentur

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