UN: Seit Anfang Juni über 1.000 Tote im Irak

Vereinte Nationen, über dts Nachrichtenagentur
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Genf – Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) sind im Irak im Juni bislang über 1.000 Menschen getötet worden, darunter viele Zivilisten. Nach Angaben des UN-Menschenrechtsteams im Irak befinden sich unter den Todesopfern 757 Zivilisten. 599 weitere Zivilisten seien verletzt worden.

„Diese Zahl – die unbedingt als Minimalzahl angesehen werden sollte – umfasst eine Reihe von bestätigten Hinrichtungen und außergerichtlichen Tötungen von Zivilisten, Polizisten und Soldaten“, sagte der Sprecher des UN-Menschenrechtsbüros, Rupert Colville, am Dienstag vor Journalisten im Schweizerischen Genf. 318 weitere Menschen wurden im gleichen Zeitraum in Bagdad und im Süden des Landes getötet, viele von ihnen bei sechs verschiedenen Autobombenanschlägen. Die islamistische Terrorgruppe „Islamischer Staat im Irak und Groß-Syrien“ (Isis) rückt seit gut zwei Wochen gewaltsam Richtung Bagdad vor und will langfristig ein Kalifat über Landesgrenzen hinweg errichten.

Über dts Nachrichtenagentur

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