UN-Menschenrechtsrat wirft IS Völkermord vor

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Genf – Der UN-Menschenrechtsrat hat der Terror-Miliz „Islamischer Staat“ (IS) Völkermord, Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. In einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte heißt es, dass sich in Gesprächen mit über 100 mutmaßlichen Opfern und Zeugen der Gräueltaten des IS Hinweise auf schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit ergeben haben. Der Bericht bezieht sich vor allen Dingen auf das Vorgehen der Terror-Miliz gegen Jesiden, Christen und andere Minderheiten im Irak.

Die UN-Experten fordern nun die Einschaltung des Internationalen Strafgerichtshofs. Auch der Grünen-Sprecher für Außenpolitik, Omid Nouripour, forderte, dass die „grausamen Verbrechen“ des IS „vor Gericht behandelt werden“ müssten. Die Bundesregierung müsse sich dafür einsetzen, „dass der Internationale Strafgerichtshof die Vorwürfe annimmt“, so Nouripour am Donnerstag.

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