UN-Generalsekretär dringt auf Waffenruhe im Nahen Osten

New York – UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat angesichts der wachsenden Gewalt im Nahen Osten an Israelis und Palästinenser appelliert, so bald wie möglich eine Waffenruhe zu vereinbaren. Es drohe eine totale Eskalation, so Ban nach einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats am Donnerstag. Die Drohung einer israelischen Bodenoffensive könne nur abgewendet werden, wenn die Hamas die Raketenangriffe auf Israel stoppe.

Zugleich ermahnte Ban auch Israel zu Zurückhaltung. Wieder seien es Zivilisten, die unter dem Konflikt litten. Der exzessive Einsatz von Gewalt und die Gefährdung von Zivilisten seien nicht hinzunehmen, so der UN-Generalsekretär. Er habe den Kontakt mit möglichen Vermittlern aus der Region, den USA und der EU aufgenommen. Man müsse Frieden und politische Perspektiven wiederherstellen. Zuvor hatte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu jedoch erklärt, eine Waffenruhe stehe nicht auf der Tagesordnung. Unterdessen wurden die israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen fortgesetzt, dabei kamen nach palästinensischen Angaben mehr als 80 Menschen ums Leben. Auch die Hamas beschoss erneut den Süden Israels sowie Jerusalem und Tel Aviv. Hintergrund der neuen Spannungen in der Region ist die Entführung und die Ermordung von drei israelischen Jugendlichen sowie der mutmaßliche Rachemord an einem 16-jährigen Palästinenser.

Über dts Nachrichtenagentur

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