Umweltministerium will Verkauf von Elfenbein nach China unterbinden

Berlin – Das Bundesumweltministerium will den Verkauf von Elfenbein aus Deutschland nach China unterbinden. Wegen der hohen Nachfrage in Asien und weiter steigenden Preisen wurden allein im vergangenen Jahr 47 Elefanten-Stoßzähne, die in früheren Jahren nach Deutschland eingeführt worden waren, nach China exportiert, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. In diesem Jahr lagen dem zuständigen Bundesamt für Naturschutz demnach bis Ende August Exportanträge für weitere 33 Stoßzähne vor, 14 davon wurden bis März genehmigt.

Nun will Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) dafür sorgen, dass die Nachfrage nach Elfenbein sinkt: „Sie ist die Haupttriebfeder für die Wilderei gegen afrikanische Elefanten.“ Das gelte auch für Stoßzähne, die vor dem 1989 verhängten, weltweiten Handelsverbot in die Bundesrepublik gelangt seien. Die chinesische Regierung räumt ein, Jahr für Jahr große Mengen an altem Elfenbein aus Europa und den USA zu importieren, schreibt der „Spiegel“ weiter. In China wird ein Kilogramm Elfenbein demnach für rund 3.000 Dollar auf dem Schwarzmarkt gehandelt. Hendricks will den Erlass erst wieder aufheben, wenn sich Wilderei und illegaler Handel „auf ein akzeptables Maß reduziert haben“, wie es dem Magazin zufolge in einem internen Schreiben heißt.

Über dts Nachrichtenagentur

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