Umfrage: Viele ältere Internetnutzer für ärztliche Online-Beratung

Nutzer an einem Computer, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Nutzer an einem Computer, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Jeder vierte Internetnutzer ab 65 Jahren (24 Prozent) wäre grundsätzlich bereit, sich online von einem Arzt beraten zu lassen. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Selbst bei den Befragten ab 80 Jahren ist noch jeder Fünfte (21 Prozent) aufgeschlossen für die Beratung im Internet.

„Eine ärztliche Online-Beratung, zum Beispiel per Videochat, kann den Praxisbesuch häufig ersetzen, etwa bei vielen chronisch Kranken“, so Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom. „Gerade auch in dünn besiedelten und medizinisch schlecht versorgten Regionen kann eine Online-Beratung eine sinnvolle Alternative zu einem Gang zum Arzt sein.“ Der ärztlichen Online-Beratung sind gegenwärtig enge Grenzen gesetzt durch das sogenannte Fernbehandlungsverbot. „Künftig wird es ganz normal sein, per Smartphone oder Smartwatch seine Vitalwerte zu messen und an den Arzt oder medizinische Analysezentren zu schicken“, so Rohleder. Bereits jetzt nutzen ältere Menschen verstärkt das Internet, um sich über Gesundheitsthemen zu informieren. Zwei von drei Internetnutzern ab 65 Jahren (68 Prozent) suchen medizinischen Rat im Netz. Selbst bei den Nutzern ab 80 Jahren sind es noch 57 Prozent.

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