Umfrage – Kokainprozess in Kempten – Strafrahmen für den Kripobeamten bereits geklärt

JustiziaZum Auftakt legte der Angeklagte Armin N. ein Geständnis ab. Er räumte ein, dass die bei ihm aufgefundenen 1,8 Kilogramm Kokain für seinen “privaten Gebrauch” gewesen seien. Weiter sagt der 53-jährige Angeklagte aus, dass das in seinem Dienstschrank aufgefundene Rauschgift ihm zu beruflichen Zwecken überlassen worden ist, insbesondere für die Schulung und Ausbildung. Weiterhin schweigt der ehemalige Kriminalbeamte zu der Herkunft des Kokains.

Die Landgerichtskammer unterbricht nach Verlesung der Anklageschrift und der Erklärung des Verteidigers die Sitzung für 40 Minuten und zieht sich zur Beratung zurück. Es kam wohl zu einer Verständigung zwischen der Staatsanwaltschaft München 1 und den Verteidigern des Angeklagten. Ein Strafkorridor von sechs Jahren und sechs Monaten bis sieben Jahre ist denkbar, so verkündet die Landgerichtskammer.

Bevor der Prozess richtig losging, d.h., die ersten Zeugen vernommen worden sind wird schon mal vereinbart was als Ergebnis des Prozesse heraus kommt. Vorallem unter dem Gesichtspunkt, dass der Angeklagte zu der Herkunft der 1,8 Kilogramm Kokain schweigt. (Hauptbericht)

Stimmen Sie hier ab, ob Sie die Absprache im Vorfeld für richtig halten oder erst einmal alle Zeugen gehört werden sollen und dann das Strafmaß verhandelt werden soll.

 

Haltet Ihr es für richtig, dass Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Gericht sich auf ein Strafmaß festgelegt haben, bevor die Verhandlung richtig los geht?

  • Nein (89%, 106 Votes)
  • Ja (11%, 13 Votes)

Stimmen gesamt: 119

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