Umfrage: Frauen schämen sich deutlich häufiger als Männer

Alter Mann und junge Frau, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Alter Mann und junge Frau, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Frauen schämen sich wegen ganz unterschiedlichen Dingen deutlich schneller als Männer. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des Magazins „Apotheken Umschau“. So ist es mehr als der Hälfte der befragten Frauen äußerst unangenehm, wenn andere ihre Körperausdünstungen wahrnehmen – wie etwa Blähungen, Schweiß- oder Mundgeruch (Frauen: 56,3 Prozent; Männer: 45,6 Prozent).

Fast ebenso vielen ist es peinlich, wenn sie eine feste Zusage oder ein Versprechen nicht einhalten können (Frauen: 50,0; Männer: 44,4), wenn ihnen in der Öffentlichkeit Ungeschicklichkeiten passieren (Frauen: 49,5; Männer: 32,8) oder wenn sie bei einer Notlüge ertappt werden (Frauen: 48,8; Männer: 38,0). Bei zwei von fünf weiblichen Befragten löst es Schamgefühle aus, wenn sich ihre Familienangehörigen – Eltern, Schwiegereltern, Partner oder Kinder – schlecht benehmen (Frauen: 42,6; Männer 31,4) oder wenn sie von jemandem in Gegenwart anderer kritisiert werden (Frauen: 40,8; Männer: 27,2). Fast genauso viele genieren sich, wenn sie durch ihr Reden oder Handeln unangenehm auffallen (Frauen: 39,4; Männer: 30,3) oder wenn sie jemanden durch eine flapsige Bemerkung gekränkt haben (Frauen: 38,3; Männer: 31,7). Die Mehrheit der Frauen (58,0; Männer: 44,9) gibt hingegen zu, immer zu versuchen, möglichst perfekt auszusehen und sich ordentlich zu benehmen, damit sie gar nicht erst in die Gefahr kommen, sich deswegen schämen zu müssen. Fast genauso viele (53,9; Männer: 42,1) vermeiden nach Möglichkeit alle Situationen, in denen sie sich vielleicht schämen müssten. Und fast jede Vierte (22,0 Prozent; Männer: 11,3 Prozent) macht sich immer große Sorgen, dass andere Leute vielleicht schlecht über sie denken könnten.

Über dts Nachrichtenagentur

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