Umfrage: Deutsche rücken nach Trump-Wahl von den USA ab

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten stellt die Beziehungen zwischen Deutschen und Amerikanern vor eine Belastungsprobe: Nur 16 Prozent der Deutschen wünschen sich eine Vertiefung der Beziehungen zur weltgrößten Wirtschaftsmacht, zeigt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov für das „Handelsblatt“ (Global Edition). Das ist der schlechteste Wert unter den sechs untersuchten europäischen Ländern. Von den Briten wünschen sich 32 Prozent engere Beziehungen zu den USA, von den Franzosen 23 Prozent, zeigt die Befragung, über welche die Zeitung berichtet.

Dessen ungeachtet sind 44 Prozent der Deutschen überzeugt, dass die USA der wichtigste Partner Europas sind. Höher ist die Zustimmung nur in Großbritannien mit 51 Prozent. Den künftigen US-Präsidenten Trump sehen die Deutschen skeptisch: 60 Prozent sind überzeugt, dass er die Welt unsicherer machen wird. Noch größer sind die Befürchtungen in Großbritannien und vor allem in den skandinavischen Ländern. Die Marktforscher von YouGov haben zwischen dem 21. November und dem 9. Dezember 2016 je rund 1. 000 Bürger aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden, Finnland, Dänemark, Norwegen und den USA online befragt.

Trump nach Wahlsieg am 9.11.2016, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Trump nach Wahlsieg am 9.11.2016, über dts Nachrichtenagentur