Umfrage: AKK würde bei Anhängern von SPD und Grünen punkten

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Annegret Kramp-Karrenbauer als Unions-Kanzlerkandidatin würde die Chancen von CDU und CSU, aus dem linken Spektrum Stimmen zu bekommen, erhöhen. Ein Kanzlerkandidat Friedrich Merz dagegen könnte vor allem AfD-Wähler zurückgewinnen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für „Bild am Sonntag“.

Demnach gaben 41 Prozent der AfD-Wähler an, ein Kanzlerkandidat Friedrich Merz würde sie bestärken, die Union zu wählen. Nur 15 Prozent würden sich durch Merz abgeschreckt fühlen. Bei AKK fänden nur 7 Prozent der AfD-Wähler die Union attraktiver als derzeit, 33 Prozent unattraktiver. Umgekehrt sieht es bei den Anhängern von SPD und Grünen aus. Hier könnten sich 20 bzw. 25 Prozent vorstellen, eine Union mit Annegret Kramp-Karrenbauer als Spitzenkandidatin zu wählen, bei Friedrich Merz sind es jeweils nur 9 Prozent der SPD- und Grünen-Anhänger. Stärker punkten kann AKK auch im eigenen Lager: 39 Prozent der Unions-Anhänger würden sich mit ihr als Kanzlerkandidatin bestärkt fühlen, für CDU oder CSU zu stimmen, nur 15 Prozent schreckt sie ab. Bei Merz sind es 31 gegenüber 24 Prozent. Der Rest gab an, der Kanzlerkandidat habe keinen Einfluss auf ihre Wahlentscheidung oder wollte keine Angabe machen. Blickt man auf alle Deutschen, hätte eine Nominierung Kramp-Karrenbauers weder positiven noch negativen Einfluss. Jeweils 19 Prozent fänden die Union damit attraktiver bzw. unattraktiver. Bei Merz dagegen würden sich 26 Prozent abgeschreckt fühlen, für CDU oder CSU zu stimmen, 18 Prozent bestärkt. Emnid befragte am 12. und 13. Dezember insgesamt 1.007 Bundesbürger. Fragestellung: „Einmal angenommen, Friedrich Merz (Annegret-Kramp-Karrenbauer) wäre bei einer künftigen Bundestagswahl Spitzenkandidat(in) von CDU/CSU. Würde Sie das eher bestärken, die CDU/CSU zu wählen, würde Sie das eher davon abhalten oder hätte das auf Ihre Wahlentscheidung keinen Einfluss?“

Annegret Kramp-Karrenbauer, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Annegret Kramp-Karrenbauer, über dts Nachrichtenagentur