Umfrage: 58 Prozent der Deutschen fürchten Islamisierung

Menschen in einer Fußgängerzone, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Menschen in einer Fußgängerzone, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Die Furcht vor einer „Islamisierung Deutschlands“, die sich seit Wochen in Demonstrationen der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlands“ (Pegida) artikuliert, wird offenbar von vielen Deutschen geteilt. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA für die „Bild“-Zeitung sagten drei von fünf Befragten (58 Prozent), sie hätten Angst vor dem zunehmenden Einfluss des Islam in Deutschland. Dieser Aussage stimmten auch 45,7 Prozent der Befragten mit Migrationshintergrund zu.

Vor allem die Wähler der AfD (77 Prozent), der CDU/CSU (65 Prozent) und aus dem Nichtwähler-Lager (60 Prozent) haben Angst vor einer Islamisierung. Jeder vierte Deutsche (25 Prozent) würde sich an Demonstrationen gegen die Islamisierung Deutschlands beteiligen. Auch hier kann sich eine Mehrheit der AfD-Wähler (58 Prozent) vorstellen zu demonstrieren. Aber auch jeder vierte Wähler von Union (23 Prozent) und der Linken (23 Prozent) würde sich an einer solchen Kundgebungen gegen die Islamisierung beteiligen. Nur jeder vierte Befragte (26 Prozent) teilte die Aussage, dass der Islam keine Gefahr für Deutschland sei. 56 Prozent der Deutschen sehen im Islam eine Gefahr. Die Anhänger aller Parteien – überdurchschnittlich wiederum die Anhänger von Union und AfD – sehen mehrheitlich im Islam eine Gefahr für Deutschland. Drei von fünf Deutschen (59 Prozent) geben an, bereits von den Demonstrationen der Pegida gehört zu haben. Den Wählern sind diese Demonstrationen eher bekannt als den Nichtwählern.

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