Ulm – Polizei verhindert mögliche Auseinandersetzung zwischen rockerähnlichen Gruppierungen

Ulm/Donau + 09.03.2013 + 13-0448

polizeikontrolleMit starken Einsatzkräften hat die Polizei am Samstag, 09.03.2013, und Sonntag, 10.03.2013, eine drohende Auseinandersetzung zwischen zwei rockerähnlichen Gruppierungen verhindert. Durch Kontrollen, auch schon weit im Vorfeld der Stadt, und starke Polizeipräsenz blieb der Konflikt aus. Zahlreiche Waffen wurden sichergestellt.

Bereits Ende Februar 2013 war es in der Blaubeurer Straße in Ulm zu einer Auseinandersetzung gekommen. Nach Auskünften von Zeugen seien sich bis zu 30 Personen gegenübergestanden. Dabei fielen offenbar auch Schüsse. An einem Bordell wurden Scheiben und Briefkasten beschädigt. Die Polizei stellte abgeschossene Patronenhülsen und Messer sicher. Seither ermittelt sie im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung im Bereich der beteiligten rockerähnlichen Gruppierungen.

Im Zuge dieser Ermittlungen erfuhr die Polizei, dass am Wochenende eine weitere Auseinandersetzung geplant sei. Entsprechende Provokationen fanden sich im Internet. Deshalb entschloss sich die Polizei zu einem massiven Einsatz, um frühzeitig mögliche Konflikte zu verhindern. Die Polizisten kontrollierten in den drei Nächten am Wochenende rund um den Bereich der Blaubeurer Straße, aber auch auf möglichen Anfahrtswegen. Denn die erwarteten weit über hundert Beteiligten sollten auch aus anderen Städten kommen. So wurden auch von der bayerischen Polizei bereits im Raum Augsburg mehrere Autos aufgehalten. Bei den Insassen stellten die Beamten eine kleinere Menge Rauschgift sicher. Den 18 Personen wurden Aufenthaltsverbote für die Stadt Ulm ausgesprochen, daraufhin reisten sie zurück. Im Raum Heidenheim wurden ebenfalls mutmaßlich Anreisende kontrolliert. Als sie von den starken Polizeikräften erfuhren, die in Ulm und der Region eingesetzt sind, verzichteten sie von selbst auf eine weitere Anreise.

In Ulm selbst wurden im Bereich der Blaubeurer Straße weit über 100 Personen kontrolliert. Dort tauchten junge Männer aus verschiedenen Städten Baden-Württembergs, aber auch aus Bayern und Nordrhein-Westfalen auf. Bei den Kontrollen stellte die Polizei Messer sicher, teils mit bis zu 50 cm langen Klingen. Daneben beschlagnahmten die Beamten einen Schlagring, Quarzhandschuhe, ein Beil, einen Hammer, mehrere verbotene Messer, Teleskopschlagstöcke, Wollmasken und Reizstoffsprühgeräte. Deshalb wurden mehrere Verfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz eingeleitet. Gegen mindestens 40 Personen wurden Aufenthaltsverbote ausgesprochen und sie wurden aus der Stadt gewiesen.

Die kontrollierten Personen gehörten größtenteils einer einzigen rockerähnlichen Gruppierung an. Sie erwarteten in der Stadt wohl das Auftreten eine Konkurrenzbande. Deren Mitglieder stellte die Polizei jedoch nicht fest. Sie hatten sich möglicherweise angesichts des starken Polizeieinsatzes nicht nach Ulm gewagt.

Foto: Archiv


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