Ulm – Manfred Bäuml ist mit einem Pkw gegen einen Baum geprallt

Ulm/Augsburg/Bamberg + 09.09.2012 + 12-2179

Die Fahndung der Polizei nach Manfred Bäuml ist möglicherweise zu Ende. Das Auto, das er benutzte, prallte gegen einen Baum, der Fahrer starb. Der 50-Jährige steht im dringenden Verdacht, seinen Sohn und dessen Mutter in Tötungsabsicht gefesselt und geknebelt zu haben.

polizeiauto-55Außerdem steht der Mann im Verdacht, in der Nacht zum Dienstag in einer Ulmer Schreinerei einen Brand gelegt und dadurch einen Millionenschaden verursacht zu haben. Auch in Nerenstetten war in dieser Nacht versucht worden ein Haus anzuzünden. In Augsburg wurde
am Dienstag Nachmittag, 11.09.2012, eine Wohnung in Flammen gesetzt. Auch diese Brände scheinen auf das Konto des Gesuchten zu gehen.
Wie Staatsanwaltschaft Ulm und Polizei jetzt mitteilen, gibt es in allen Fällen Bezüge zu dem Gesuchten, die einen Zusammenhang vermuten lassen. Wie berichtet, wurden am Dienstag gegen 13.00 Uhr in einer Ulmer Wohnung die 36-Jährige und ihr achtjähriges Kind aufgefunden. Wie die Ermittler jetzt ergänzen war es der Frau gelungen, einen Bekannten telefonisch auf die Anwesenheit ihres Ex-Mannes hinzuweisen. Als der Bekannte kurz darauf in die Wohnung kam, fand er Frau und Kind gefesselt und geknebelt. Es gelang ihm, den Achtjährigen zu reanimieren. Der Rettungsdienst brachte die Beiden in eine Ulmer Klinik. Dort sind sie noch immer in ärztlicher Betreuung.


Der verdächtige Bäuml war zu dieser Zeit bereits auf der Flucht. Im Laufe des Nachmittags soll er nach Erkenntnissen der Ermittler in Augsburg die Wohnung in Brand gesetzt haben, die er früher zusammen mit einer Freundin bewohnte. Gegen 15.15 Uhr wurde ein Brandsatz durch das Fenster der Wohnung geworfen. Die Flammen erloschen jedoch von selbst. In der Wohnung entstand Sachschaden in Höhe von 20.000 Euro. Verletzt wurde niemand. Aufgrund von Erkenntnissen, die die Ermittler vor Ort erlangten, besteht der dringende Verdacht, dass Bäuml die Wohnung in Brand gesetzt hat. Bereits in der Nacht zuvor brannte in Ulm eine Schreinerei.
Die Polizei geht in diesem Fall von Brandstiftung aus, zumal die Spuren am Tatort darauf hindeuten. Es entstand Sachschaden in Höhe von rund einer Million Euro. Verletzt wurde niemand. In diesem Betrieb hatte es bereits im Juni gebrannt. Damals war Sachschaden in
Höhe von 100.000 Euro entstanden. In derselben Nacht brannte es in Nerenstetten auf dem Grundstück des Inhabers der Schreinerei. Ein Nachbar konnte die Flammen mit einem Gartenschlauch löschen, ohne dass größerer Schaden entstand. Mitte Mai brannte in Nerenstetten eine Scheune. Dabei entstand Sachschaden in Höhe von rund 250.000 Euro. In dieser Scheune hatte der Inhaber der Schreinerei mehrere private Fahrzeuge abgestellt, sodass auch er durch diesen Brand Schaden litt. Manfred Bäuml war früher in dieser Firma beschäftigt. Das Beschäftigungsverhältnis endete mit der Entlassung des Mannes, worüber später ein Gericht zu entscheiden hatte.
Ein Motiv, das Bäuml zu diesen schweren Straftaten veranlasste, kann derzeit nur erahnt werden. Die Ermittler geben in diesem Zusammenhang Spekulationen aber keinen Raum. Die Polizei fahndete intensiv nach Manfred Bäuml. Sein Toyota, mit dem zunächst unterwegs war, wurde inzwischen in Ulm aufgefunden und sichergestellt. Nachdem Erkenntnissen vorgelegen hatten, dass Bäuml mit einem silberfarbenen Citroen C3 unterwegs war, wurde auch nach diesem Fahrzeug intensiv gefahndet. Bäuml wohnte zuletzt im Raum Bamberg und hat nicht nur Bezüge nach Ulm sondern auch in den benachbarten bayerischen Raum bis hin nach Augsburg. Insbesondere in diesem Raum, aber auch bundesweit wurde nach dem 50-Jährigen gefahndet. Am Mittwochvormittag prallte in Oberfranken der gesuchte Citroen gegen einen Baum. Der Fahrer des Wagens, der allein im Fahrzeug war, wurde getötet. Die Identität des Mannes steht derzeit noch nicht fest.


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