Ukraine: Russischer Konvoi fährt eigenmächtig nach Luhansk

Kiew – Russland hat angekündigt, den seit Tagen feststeckenden Hilfskonvoi ohne Zustimmung der ukrainischen Regierung in die umkämpfte Region Luhansk fahren zu lassen. Der Konvoi starte Richtung ukrainisches Staatsgebiet, erklärte das russische Außenministerium in Moskau. Als Begründung hieß es, alle Sachverhalte seien geklärt, die mehr als 280 Lkw kontrolliert worden – nun sei es Zeit zu handeln.

Russlands Präsident Wladimir Putin sei darüber informiert. Zu Beginn dieser Woche hieß es von russischer Seite, alle Probleme im Zusammenhang mit dem Konvoi sind gelöst worden. Die ukrainische Regierung wollte die weiß getünchten Fahrzeuge, welche Hilfsgüter in die umkämpften Gebiete in die Ostukraine liefern sollen, in kleinen Gruppen ins Land lassen. Die Hilfsgüter dürfen der Vereinbarung nach nur von offiziellen Mitarbeitern des Roten Kreuzes entgegengenommen werden. Unterdessen gehen die Kämpfe zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten weiter. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angekündigt am Wochenende nach Kiew zu reisen und dort mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko über mögliche Unterstützungsmaßnahmen zu sprechen – militärische Hilfe hat die Bundesregierung bislang nicht kategorisch ausgeschlossen.

Über dts Nachrichtenagentur

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