Türkheim – Fünf Tage Einsatzorganisation für Feuerwehren

Lkrs. Unterallgäu/Türkheim + 17.11.2012 + 12-2707

17-11-2012 einsatztaktik kreisbrandinspektion-unterallgaeu new-facts-eu

Die Aus- und Weiterbildung von Einsatzkräften ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit im Bereich der Kreisbrandinspektion Unterallgäu. Im vergangenen Jahr wurden im Landkreis rund 1.300 Ehrenamtliche in den verschiedensten Themen fortgebildet, z.B. Truppführer, Sprechfunk, schwerer Atemschutz, Maschinisten u.v.a.

Am Dienstag, 13.11.2012, startete in der Feuerwache Türkheim der Lehrgang „Einsatzorganisation“. Von Dienstag bis Samstag wurden die Einsatzkräfte darauf vorbereitet wie man Lagekarten fertigt, welche gesetzlichen Vorschriften bei größeren Schadensereignissen greifen, welche Einheiten (Hilfsorganisationen) was leisten können, wie man Plänen und Landkarten arbeitet, welche taktischen Zeichen es gibt u.v.m. Am Samstag war dann der praktische Teil an der Reihe. Am Vormittag durften die Einsatzkräfte über Funk eingespielte Unwetterlagen in Lagekarten dokumentieren, Einsatzmittel planen und Rückmeldungen von den Einsatzstellen auswerten und analysieren. Hier haben die Kursteilnehmer viel Ehrgeiz und Können gezeigt.

Nach dem Mittagessen wurde der praktische Teil fortgesetzt. Im Rahmen einer Alarmübung wurden die Kursteilnehmer alarmiert zu einem angenommen Brand im Kohlbergtunnel auf der Bundesautobahn A96. Bereits auf der Anfahrt wurden den Teilnehmern von der Übungsleitung Lageeinspielungen per Funk übermittelt, die für die Führungsgruppen im weiteren Verlauf der Übung von Bedeutung waren.

Am Kohlbergtunnel angekommen, mussten die unterschiedlichen Führungsgruppen die Lage erkunden und diese dokumentieren. Mit Fachberatern sich besprechen, Maßnahmen anweisen, Fahrzeuge und Gerätschaften nachalarmieren lassen und den Einsatzablauf organisieren. Auch wurde der Funkverkehr immer wieder gestört, um die Übung so realistisch wie möglich abzuhalten.

Es hat sich sehr schnell gezeigt, wie wichtig das Erlernte bei solchen Schadenslagen ist. Schnell kann man ohne ordentliche Aufzeichnung und Dokumentation den Überblick verlieren und das Führen einer Einsatzstelle entgleitet. Aber die Kursteilnehmer wussten ihr Erlerntes umzusetzen und konnten die Übung erfolgreich beenden.

Dem Ausbilderstab um Kreisbrandmeister Hans-Peter Schneider wurde ein großes Lob von den Kursteilnehmern ausgesprochen, man habe hier vieles erlernt, was in zukünftigen Einsätzen umgesetzt werden kann.


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