Trinationale Katastrophenschutzübung TERREX 2012

TERREX 2012 -Bodensee | 24.05.2012 | 12-1141

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Die Übung TERREX 2012 ist eine groß angelegte, zivil-militärische, trinnationale, grenzüberschreitende Katastrophenschutzübung in Süddeutschland und wurde vom 22. – 24.05.2012 durchgeführt. Die Übung fand in den Regionen München, Brannenburg/Kufstein, Füssen/Reutte sowie Konstanz am Bodensee mit unterschiedlichen wirklichkeitsnahen Szenarien statt. Insgesamt waren dabei mehr als 2.000 Soldaten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz im Einsatz. Auf deutscher Seite waren mehr als 20 zivile und militärische Katastrophenschutz- bzw. Krisenstäbe aus zwei Bundesländern mit drei Regierungsbezirken und acht Landkreisen beteiligt und zeitgleich im Einsatz.

Die new-facts-Redaktion hat für die Leser das Szenario in Konstanz/Kreuzlingen/Bodensee besucht und dokumentiert.

Zur Lage: Auf dem Gelände der Stadtwerke in Konstanz ereignet sich im Bereich der Gastanks ein Brand. Ein Großfeuer bricht aus und weitere Gastanks drohen zu explodieren. Schweizer Soldaten einer Rettungs-Kompanie des Katastrophenhilfebataillons 4 löschen und kühlen gemeinsam mit Kräften der Feuerwehr und Bundeswehr.

In Konstanz wird die Brückenkonstruktion der „Alten Rheinbrücke“ durch massive Treibholzfelder bedroht. Soldaten aus Deutschland und der Schweiz bergen gemeinsam mit zivilen Einsatzkräften des Katastrophenschutzes das Treibholz aus dem Wasser und beseitigen so die Gefahr.

Auch der Schiffverkehr auf dem Bodensee wird durch Treibholz gefährdet. Im „Konstanzer Trichter“ kommt es zu einer Havarie eines Bodensee-Fahrgastschiffes. Verletzte müssen versorgt und das Fahrgastschiff evakuiert werden, nachdem an Bord ein Feuer ausgebrochen ist. Zivile Einsatzkräfte aus dem Landkreis und militärische Kräfte aus Deutschland und der Schweiz verbringen Verletzte und Gerettete an Land. Ein Behandlungsplatz wird von Sanitätsdiensteinheiten der Schweizer Armee, Bundeswehr und der zivilen Seite eingerichtet und betrieben.

In Kreuzlingen stürzt das Dach der „Bodenseearena“ ein. Blaulichtorganisationen des Kantons Thurgau und Schweizer Soldaten orten und retten Verletzte.

Die Region Untersee ist von Hochwasser betroffen. Die Schweizer Armee und zivile Hilfsorganisationen sind mit Schadensminimierung und Aufräumarbeiten in der ganzen Region beschäftigt. Die Armee unterstützt den Sicherheitsverbund Thurgau.

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