Traumberuf ‚Irgendwas mit Mode!‘

A10495125_photo_jpg_xs_clipdealer.de

Derzeit läuft wieder die bekannte Pro7-Sendung Germany’s next Topmodel im deutschen Fernsehen. Ein Haufen meist junger, sehr dünner Mädchen träumt von der großen Modelkarrriere und tritt unter dem strengen Auge von Modelmama Heidi Klum gegeneinander bei Shootings, Laufstegtrainings etc. an.

Der Traum von 90-60-90

Es sind vor allem junge Frauen, oftmals fast noch Kinder, die Teil der scheinbar glitzernden und aufregenden Modewelt sein, zu beeindruckenden Orten reisen oder mit dem Who-is-Who der Modebranche befreundet sein wollen. Vorbilder sind derzeit sicherlich nicht nur Heidi Klum als erfahrenes Model, sondern gerade junge Stars wie Kendall Jenner oder Gigi Hadid, die mit ihrem kometenhaften Aufstieg sicherlich zu derartigen Träumen nach Ruhm und Erfolg etwas beitragen.

Ohne den Designer geht nichts

Die Welt der Models ist dennoch nur ein Teil der Modewelt, eine andere Perspektive ist beispielsweise die der Designer. Mit Michael Michalsky sitzt ebenfalls ein Vertreter dieser Gruppe in der „GNTM“-Jury. Michalsky gehört zu den führenden Modedesignern in Deutschland und ist zudem wichtiger Bestandteil vor allem der Berliner Fashion-Szene. Träumen die einen davon, ein erfolgreiches Model zu werden, so ist es der Wunsch nach der Verwirklichung einer eigenen Kollektion bei den anderen. Selbst neue Designs zu entwerfen und diese auf den Laufstegen oder in den Boutiquen zu sehen, kann nur das Ziel von denen sein, die sich für den Beruf als Modedesigner entscheiden.

Doch Designer ist nicht gleich Designer. Schließlich bezeichnen sich heutzutage gern auch einmal zweitrangige Prominente als „Designer“. Meist wird hier aber nur der Name für irgendwelche Kollektionskooperationen hergegeben. Wie so eine Kollektion letztlich entsteht (von den Designs bis zu dem Umsatz mit Nadel und Faden an der Schneiderpuppe), wissen die wenigsten – einzig das zu verkaufende Endprodukt zählt. Interessant ist, dass selbst bekannte (deutsche) Designer wie Kilian Kerner öffentlich zugeben: „Aber wissen Sie, das Gute ist, dass man als Modedesigner gar nicht nähen muss. Das würde man gar nicht mehr schaffen.“ Ist handwerkliches Geschick nicht aber Voraussetzung für das Designerdasein?

Die entsprechende Ausbildung

Wie in jeder anderen Branche auch, ist auch in der Modewelt eine entsprechende Ausbildung nicht nur von Vorteil, sondern oftmals essentiell, wenn man Erfolg und auch Ansehen haben möchte. Nicht nur Michalsky, sondern z.B. auch der bekannte Karl Lagerfeld haben entweder eine Modeschule besucht oder eine Schneiderlehre absolviert. Im Rahmen eines offiziell anerkannten Studiengangs im Bereich Modedesign gehört neben der Vermittlung von theoretischen Inhalten der Umgang mit Schere, Papier, Bleistift, Nähnadel und Stoffen selbstverständlich zu den täglichen Inhalten.

Do-it-yourself für den Laien

Doch ist sicherlich alles Erlernbare irrelevant, wenn man nicht die entscheidende Portion Kreativität und den Willen, etwas Neues schaffen zu wollen, mitbringt. Genau diese Kreativität treibt ja auch die unzähligen Do-it-yourself-Beiträge im Bereich Mode an. Manchmal sitzen die Teile aus dem Laden einfach nicht und man möchte mit kleinen Anpassungen den perfekten Sitz der Kleidung erreichen oder man möchte sich nicht wie jeder zweite kleiden – nur zwei von vielen Gründen, warum man sich für die Do-it-yourself-Variante, also selbst Schneidern, entscheidet. Oft ist ein Hobby ja auch bereits der erste Schritt zum Traumberuf. Denn wer träumt nicht davon sein Hobby zum Beruf zu machen.