THW-Teams trainieren für den Katastrophenfall

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Foto: THW

Während das THW beim Hochwasser auf dem Balkan im Einsatz ist, bereiten sich die Helferinnen und Helfer andernorts bereit auf die nächsten Notlagen vor. In verschiedenen Übungen und Ausbildungen erprobten die THW-Kräfte in den vergangenen Tagen eine große Bandbreite an Einsatzoptionen. Schwerpunktthema bleibt dabei der Fluteinsatz.

Expertenteams der IHP (International Humanitarian Partnership), einem Zusammenschluss von sieben europäischen Zivilschutzorganisationen, trainierten gemeinsam mit UN-Vertretern und der britischen Organisation MapAction in England den Einsatz in einem fiktiven Krisengebiet. Als IHP-Mitglied nahm auch das THW an der Übung teil. Schwerpunkte für die rund 50 Expertinnen und Experten waren dabei der Aufbau von Büroinfrastrukturen und die Erstellung von Lagekarten, die die Teams in realen Einsätzen als erste Informationsquelle an weitere Hilfsorganisationen ausgeben können. Mitten in das Übungsgeschehen fielen die Ereignisse auf dem Balkan. Der Übungsablauf wurde daher mehrfach für Einsatzbesprechungen unterbrochen.

In den Bereichen Deichverteidigung und Hochwasserschutz führte das THW in Bingen einen Pilotlehrgang durch. Dabei lernten die Teilnehmenden in theoretischen und praktischen Einheiten, wie sie die verschiedenen Schadenslagen erkennen und angemessen darauf reagieren können. Bisher wurde in der THW-Grundausbildung ein grundsätzliches Verständnis der Thematik vermittelt. Mit diesem Lehrgang wird die Kompetenz im Hochwasserschutz für alle Kräfte vertieft.

70 Helferinnen und Helfer aus Berlin trainierten am Samstag den Einsatz nach einer Fabrikexplosion. Aus einem Gebäude mussten sie mehrere Fässer mitgiftigen Substanzen vor dem Feuer in Sicherheit bringen und verletzte sowie eingeschlossene Personen retten. Einige Einsatzkräfte nutzten die Übung, um den Umgang mit Atemschutzgeräten zu trainieren. Zehn Teilnehmende erlangten damit die Qualifikation zum Atemschutzgeräteträger.

16 Führungskräfte der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) trainierten in der Vorwoche in einem einwöchigen Lehrgang an der THW-Bundesschule in Neuhausen den Einsatzfall. Dafür richteten die Helferinnen und Helfer eine komplette Führungsstelle ein und nahmen diese in Betrieb. Ziel der Übung war die Optimierung der einzelnen Arbeitsschritte. Die SEEBA ist eine Auslandseinheit des THW. Innerhalb weniger Stunden ist sie weltweit einsatzbereit, um nach Erdbeben Betroffene zu suchen und zu retten.

 

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