Thüringen: Streit um Ministerposten bei Verhandlungen über Rot-Rot-Grün

Erfurt – Bei den Koalitionsverhandlungen über eine rot-rot-grüne Regierung unter Führung der Linkspartei in Thüringen gibt es erhebliche Meinungsverschiedenheiten über die geplante Verteilung der Ministerien. Die Grünen wollen nicht hinnehmen, lediglich ein Ressort zu erhalten, berichtet der „Tagesspiegel“ (Freitagausgabe). Der Linken-Kandidat für das Ministerpräsidentenamt, Bodo Ramelow, hat der SPD dagegen vier Ministerposten zugesagt.

Die Linke selbst will drei Ministerien führen. In der Grünen-Delegation bei den Verhandlungen gebe es erheblichen „Missmut“, hieß es laut des Berichts in Erfurt. „Noch können wir aussteigen“, wird hinter vorgehaltener Hand gedroht. Rot-Rot-Grün sei „keine rot-rote Koalition mit ein bisschen Öko-Gekleckse“. Offenbar aber hätten sich SPD und Linke vor der Wahl auf ein Zweierbündnis eingerichtet.

Über dts Nachrichtenagentur

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