Taskforce: Cockpit-Türen sollen weiter geschlossen bleiben

Flugzeugkabine mit Cockpit-Tür, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Flugzeugkabine mit Cockpit-Tür, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der Mechanismus von Cockpit-Türen soll auch nach dem Absturz des Germanwings-Flugzeugs nicht verändert werden. Darauf hat sich die Taskforce geeinigt, die von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und der Luftverkehrswirtschaft einberufen worden war, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Die Experten hatten über Möglichkeiten beraten, wie sich unter bestimmten Umständen die verschlossene Cockpit-Tür von der Passagierkabine aus öffnen ließe.

Entsprechende Ideen seien jedoch verworfen worden, weil letztlich nicht zu verhindern wäre, dass Entführer eindringen könnten. Die Kommission will nun dafür sorgen, dass in Zukunft Flugzeugführer mit psychischen Problemen besser identifiziert werden können, schreibt der „Spiegel“ weiter. Ein Problem dabei sei, dass das Luftfahrt-Bundesamt die Untersuchungsakten von Piloten gegenwärtig nur anonym speichere. Flugmediziner hätten daher keinen Zugang zu individuellen Patientendaten. Die Taskforce schlage jetzt vor, die Unterlagen unverschlüsselt beim Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig zu archivieren und gegebenenfalls den dort angestellten Ärzten zugänglich zu machen. „Weil sie der Schweigepflicht unterliegen, besteht kein Datenschutzproblem“, so ein Experte. Die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff sagte, sie werde „jedes Konzept“ prüfen. Ziel sei es, eine größere Sicherheit für die Passagiere zu erreichen und dabei den Datenschutz möglichst wenig einzuschränken. Die Taskforce will noch im Juli die Zwischenergebnisse ihrer Beratungen veröffentlichen.

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