Tarifverhandlungen zwischen GDL und Bahn vorerst gescheitert

Lokführer unterhalten sich am Gleis, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Lokführer unterhalten sich am Gleis, über dts Nachrichtenagentur

Berlin – Die Tarifverhandlungen zwischen der Eisenbahnergewerkschaft GDL und der Deutschen Bahn sind am Mittwoch nach neun Stunden für „geplatzt“ erklärt worden. Die Bahn teilte in einer Erklärung mit, man habe zuvor die Forderungen der GDL zu einem Flächentarifvertrag umfassend erfüllen wollen. Demnach sei die Bahn bereit, den bisherigen GDL-Flächentarifvertrag für Lokführer um die Berufsgruppen Zugbegleiter und Disponenten zu erweitern.

Die Verweigerungshaltung der GDL sei „überraschend“. Die Bahn führt in der laufenden Tarifrunde parallel Verhandlungen mit den Gewerkschaften EVG und GDL. Beide Gewerkschaften erheben seit letztem Sommer unterschiedliche Forderungen für teilweise dieselben Mitarbeitergruppen wie Lokführer, Zugbegleiter, Lokrangierführer, Trainer, Disponenten und Bordgastronomen. Ziel der Bahn ist es, die Verhandlungen so zu führen, dass konkurrierende Abschlüsse für ein und dieselbe Berufsgruppe vermieden werden.

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