Studie: In neuen Ländern hat sich ein starker Mittelstand etabliert

Berlin – In Ostdeutschland hat sich in dem Vierteljahrhundert seit dem Mauerfall ein leistungsstarker und wettbewerbsfähiger Mittelstand etabliert. Das zeigt eine unveröffentlichte Untersuchung der Beratungsgesellschaft PwC, die der „Welt am Sonntag“ (Feiertagsausgabe zum 3. Oktober) vorliegt. „Unternehmen in Ost und West agieren 25 Jahre nach dem Mauerfall in vielen Bereichen auf Augenhöhe“, heißt es in der Studie, für die 220 Mittelständler in Ost- und Westdeutschland befragt wurden.

„Die Mittelständler, denen wir in Ostdeutschland begegnen, sind extrem selbstbewusst“, sagte PwC-Vorstand Peter Bartels. „Sie haben in der Regel ihre Unternehmen selbst aufgebaut und wenn das Unternehmen heute nach 25 Jahren noch Bestand hat, haben sie sich offensichtlich erfolgreich gegen westliche Unternehmen durchgesetzt.“ Die Unternehmen selbst schätzen die meisten Standortfaktoren im Osten im Durchschnitt schlechter ein als im Westen. So beurteilen 63 Prozent der ostdeutschen Mittelständler die Verfügbarkeit von Fachkräften als „gut“ oder „sehr gut“, während im Westen 74 Prozent dies tun. Auch die Infrastruktur wird in Ostdeutschland seltener als in Westdeutschland mindestens als „gut“ betrachtet (74 gegenüber 80 Prozent). Allerdings schneidet der Osten bei der Beurteilung der regionalen Wirtschaftsförderung besser ab (72 gegenüber 66 Prozent). Bei der Akzeptanz in der lokalen Bevölkerung liegt der Osten auch vorn, wenngleich nur leicht (84 gegenüber 83 Prozent).

Über dts Nachrichtenagentur

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